TENNIS

Detlef Hundt begleitet die SG Einheit Stendal seit 25 Jahren

Detlef Hundt Vorsitzender der SG Einheit Stendal vor dem Tennisplatz
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Lange bei der SG Einheit Stendal dabei: Detlef Hundt. Der heutige Vorsitzende des Tennisvereins begann vor 25 Jahren als Spieler. Und begleitet seitdem den Entwicklungsprozess mit einem guten Team mit.
  • Patrick Nowak
    VonPatrick Nowak
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Nach dem Punktspielstart am vergangenen Wochenende kann die Tennis-Gemeinschaft durchatmen. Es herrscht wieder Normalität. Detlef Hundt, Vorsitzender der SG Einheit Stendal, ist lange im Verein dabei. Die Pandemie hat alle gefordert. Mit der AZ blickt Hundt auf seine Anfänge im Verein zurück, ordnet die Coronapause ein und schaut optimistisch in die Zukunft.

„Ich bin nicht mit dem Tennisschläger in der Hand geboren worden“, lacht Detlef Hundt. Bevor er sich der Leidenschaft für den gelben Filzball widmete, spielte der 61-Jährige vorher Fußball. Dies tat er bis Anfang 30, ehe eine kurze Pause vom Sport erfolgte. Schließlich ergab sich der Wechsel zum Tennis. Und so schloss sich der gebürtige Stendaler dem Verein an, dem er nun seit 25 Jahren die Treue hält. Zunächst agierte er bei der SG Einheit Stendal als Hobbyspieler.

„Aus dem bisschen ist dann etwas mehr geworden, wo man aktiv in der Mannschaft gespielt hat, weil es einfach Spaß gemacht hat.“ Für Detlef Hundt liegt die Faszination am Tennis auf der Hand. Die Sportart erfordert Konzentration und bringt einen Fairnessgedanken mit sich. Sie setzt technisches Verständnis und Koordination voraus. Entscheidend ist für den Vorsitzenden aber: Man bleibt fit und kann trotz der Anstrengung abschalten.

Ruhiger wurde Detlef Hundt aber nicht. Dies ist aber im positiven Sinne gemeint. Aufgrund seiner langen Zugehörigkeit im Verein übernahm er weitere Funktionen bei der SG Einheit Stendal. Begonnen hatte er mit der Funktion des Breitensportwarts und zeigte sich danach als Pressewart verantwortlich. Nach der Zeit als Sportwart ist er Vorsitzender geworden. Im kommenden März wird er diese Position dann acht Jahre ausgeübt haben. „Man lebt dann im Verein mit. Und dann bringt man sich halt mehr ein und gibt wieder etwas zurück.“

Jeder hat so seine Position. Das ist super aufgeteilt. Dadurch kann man so einen Verein auch führen.

Detlef Hundt (Vorsitzender SG Einheit Stendal)

SG Einheit Stendal war schnell bereit

Hundt ist mit dem Verein verwachsen. Und erinnert sich an die Anfänge Mitte der 90er Jahre. 35 Mitglieder waren im Verein aktiv. Heute sind es über 200. Es hat sich seitdem vieles getan. Der Tennispark am Pappelweg entwickelte sich mit dem Bau des Vereinsheims und der dazugehörigen Sanitäranlagen stetig weiter. Als Höhepunkt wurde der Centercourt 2001 eingeweiht. Zudem wurden die Tennisplätze schrittweise saniert. In der Gegenwart ist der Verein aufgrund der Arbeit aus früheren Tagen ordentlich aufgestellt. Hundt führt das auch auf die gute Struktur im Verein zurück. Und weiß, dass die Aufgaben ohne Unterstützung weiterer Teammitglieder im Alleingang nicht zu bewältigen sind. „Jeder hat so seine Position. Das ist super aufgeteilt. Dadurch kann man so einen Verein auch führen.“

Herausforderungen ergaben sich dabei aufgrund der Corona-Pandemie. „Das war komplettes Neuland“, so Hundt. Statt der persönlichen Interaktion kam es vermehrt zu coronabedingten Online-Meetings. Der Austausch untereinander ließ nicht nach. Die SG Einheit Stendal konnte sich in der Zeit gut organisieren und war dann schnell bereit, als es wieder auf die Tennisplätze ging. Man habe den Schalter schnell umlegen können und konnte den Trainingsbetrieb starten, wo es wieder möglich war, erklärt Detlef Hundt. Im Zuge dessen wurden auch Tennis-Einsteigerkurse für Neulinge angeboten. Es kam Bewegung in den Tennispark.

Hoffnung für Tennis-Turniere

Die Sehnsucht danach war groß. Zu lange mussten die Tennisspieler auf ihre Lieblingssportart verzichten. So war der Punktspielstart der neuen Saison am vergangenen Wochenende eine regelrechte Befreiung. Für Hundt als Spieler. Und in seiner Position als Vorsitzender gleichermaßen. „Das haben viele vermisst, dass man sich mit anderen messen kann. Das macht es ja eigentlich aus.“ Die Normalität kehrt somit langsam in den Tennissport zurück. Mit allen Bereichen, die dazugehören. Der Interaktionen und der Austausch werden persönlicher – so, wie die Sportler es am liebsten haben und schätzen. „Das ist das Vereinsleben“, stellt Hundt heraus.

Mit dem neuen Aufschwung kann die SG Einheit Stendal auch weitere Planungen für die anstehenden Monate aufnehmen. Die Turnieraustragung an drei Wochenenden zwischen Ende August und Anfang September scheint möglich. Dabei handelt es sich um die Altmark-Open für die Aktiven, der Jugend und der Senioren. „Ich bin da recht positiv, dass wir unsere Turniere in diesem Jahr ausrichten werden“, informiert Detlef Hundt, der die derzeitige Aktivität im Verein begrüßt.

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