Fußball – Oberliga: Lok empfängt Barleben mit Coach Schulz

Ein Derby zwischen alten Bekannten

Welcher Coach morgen die Richtung vor? Sven Körner (rechts) empfängt mit seiner Stendaler Elf den Ex-Lok-Spieler Jörn Schulze (kleines Bild) und den FSV Barleben. Fotos: Post

Stendal. Vom Wahllokal ins Stadion am Hölzchen: Der Weg für alle Fußball-Interessierten in Stendal scheint am morgigen Sonntag vorgezeichnet. Trotz der Bundestagswahl hofft der 1. FC Lok auf möglichst viele Zuschauer beim Oberliga-Duell gegen den FSV Barleben.

Wenn um 14 Uhr der Anpfiff ertönt, steht ja auch immerhin ein „kleines Derby“ an, wie Lok-Trainer Sven Körner betont.

Zumindest auf den Trainerbänken kommt es zu einem echten Ortsderby. Denn Jörn Schulz, seit dieser Saison Coach der Barleber, wohnt in Stendal und hat einst für Lok in der Regionalliga gekickt. Für den FSV vielleicht ein kleiner Vorteil, dass ihr Trainer genau wissen wird, was auf ihn zukommt. Beim letzten Stendaler Heimspiel gegen Krieschow (5:0) war Schulz vor Ort um sich ein aktuelles Leistungsbild des morgigen Gegners zu verschaffen. „Er wird seiner Mannschaft etwas an die Hand geben“, so Körner, der gespannt darauf ist, wie sein Team mit dieser Situation umgeht.

Nicht nur die beiden Übungsleiter, auch die Spieler kennen sich untereinander. Der Überraschungsfaktor ist auf beiden Seiten also eher gering. Nach dem bisherigen Saisonverlauf dürfte Lok als leichter Favorit ins Spiel gehen. Schließlich ist der Aufsteiger noch ungeschlagen und steht mit neun Punkten auf Rang fünf. Barleben ist mit vier Zählern nur Zwölfter. Doch das will Körner nicht überbewertet wissen: „Sie haben schon gegen Spitzenteams gespielt und hatten Verletzungsprobleme. Sie können vor allem auch uns gefährlich werden. Ein erfahrener und robuster Gegner.“

Sollten die Eisenbahner jedoch ihr Erfolgsrezept aus den vergangenen Wochen wieder konsequent umsetzen, können die Rot-Schwarzen mit gestärktem Selbstvertrauen in die Partie gehen. Die größte Stärke von Lok, das mit einem Gegentreffer die stärkste Defensive der Liga stellt, ist das Spiel gegen den Ball. „Das wird auch gegen Barleben wieder das A und O sein“, unterstreicht Körner. „Es geht darum, schon ganz vorne zu attackieren.“ Das Spiel mit dem Ball muss sich gegenüber dem 0:0 in Kamenz jedoch verbessern. Scheiterte Lok sonst häufig an der Chancenverwertung, waren die Tor-Möglichkeiten in der Vorwoche Mangelware. Der Coach: „Das war einfach zu wenig.“

Die heimische Luft im Stadion am Hölzchen könnte Lok wieder etwas Auftrieb geben. Mit dazu beitragen sollen auch möglichst viele Zuschauer. So hofft der Verein auf eine Verdopplung der Zahl von vor zwei Wochen gegen Krieschow (509).

Von Andreas Arens

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