Handball – Verbandsliga: Knapper Sieg für Seehausen in Stendal / Negativserie der Gastgeber hält an

Derby-Krimi geht an die SG

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Kreisläufer Tom Schumann bot gegen die SG Seehausen eine ordentliche Leistung. Nach der knappen Niederlage wartet der HV Lok Stendal weiter auf einen Sieg im Jahr 2018.

Stendal. Der HV Lok Stendal hat gestern im Altmark-Derby gegen die SG Seehausen denkbar knapp verloren. Am Ende hieß es aus Sicht der Hausherren 28:29 (12:15).

Thilo Hennigs feierte mit der SG Seehausen einen knappen Sieg beim HV Lok Stendal.

Der HV Lok erwischte einen Traumstart und lag nach zehn Minuten mit 7:2 in Führung. Doch anschließend fingen sich die Seehäuser wieder und konnten den Rückstand Stück für Stück verkürzen. „Wir mussten umstellen, weil uns mit Daniel Cornehl und Philipp Arndt kurzfristig zwei Leute ausgefallen sind“, hatte Seehausens Interims-Trainer Thilo Hennigs eine Erklärung für den stockenden Start seiner Mannschaft. Hennigs vertrat den verhinderten Frank Leo. Sein gegenüber Frank Ziekau vermisste die letzte Konsequenz bei seiner Mannschaft. „Wir haben nach der schnellen Führung nicht mehr unser Tempospiel durchgezogen und dadurch ist Seehausen dann rangekommen“, sagte der Trainer der Stendaler, der dennoch eine Leistungssteigerung gegenüber dem Auftritt beim Spitzenteam aus Glinde vom vergangenen Wochenende sah. „Da kam von uns nichts außer Einzelaktionen“, führte Ziekau aus. Spielerisch zeigten die Stendaler eine gute Reaktion auf die zuletzt eher schwächeren Leistungen. Die Mannschaft funktionierte offensiv und defensiv wesentlich besser als zuletzt.

Nach der frühen Führung gab es in den letzten zehn Minuten von Durchgang eins dennoch einen Bruch im Spiel des HV Lok. Ab dem zwischenzeitlichen 11:7 ging kurzzeitig fast nichts mehr, sodass es bei einem Spielstand von 12:15 zum Seitenwechsel ging. Ein sich im Verlauf der ersten Halbzeit deutlich steigernder Seehäuser Torhüter Christopher Nöring und eine bessere Wurfauswahl als zu Beginn der Partie führten letzten Endes zur Wende.

Der zweite Abschnitt gestaltete sich fast über die gesamte Spielzeit ausgeglichen. Die Ziekau-Sieben steckte trotz zwischenzeitlichem Vier-Tore-Rückstand nicht auf und kämpfte sich immer wieder heran. Letzten Endes allerdings ohne Erfolg, auch weil in der Schlussphase mehrere freie Würfe vergeben wurden. „Wir hätten das Spiel heute locker gewinnen können, haben es uns durch einige Unkonzentriertheiten in Abwehr und Angriff selbst schwer gemacht“, so Ziekaus Fazit. Seehausens Hennigs zeigte sich von der Moral seiner Mannschaft beeindruckt: „Vor allem unsere jungen Spieler haben heute trotz der vielen Zeitstrafen gegen uns eine Coolness an den Tag gelegt, die uns am Ende sehr geholfen hat.“

Für Lok wird es in den kommenden Spielen darum gehen, die guten Ansätze zu bestätigen.

• HV Lok Stendal (Tore) : Kurze, Kalkowski – Schumann (4), Mehlich, Krähe (11), Hepper (4), Stephan, Rosentreter (7), Hentschke, Tembe (2), Görnemann, Schulze.

• SG Seehausen: Nöring – Weber, Liepelt, Walenciak (5), Menofs (3), C. Söhnel (1), Wille, Bertram (7), Wernecke (4), A. Söhnel (4), Leo (2).

Von Tobias Henke

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