Handball – Verbandsliga Nord: HSG Altmark West besiegt Biederitz 26:19

Der perfekte Einstand für Trainer Volker Gritzner

Starkes Comeback: Routinier Markus Schachel (M.) steuerte drei Treffer zum 26:19-Heimerfolg der HSG Altmark West gegen Biederitz bei.
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Starkes Comeback: Routinier Markus Schachel (M.) steuerte drei Treffer zum 26:19-Heimerfolg der HSG Altmark West gegen Biederitz bei.
  • Florian Schulz
    VonFlorian Schulz
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Besser kann ein Einstand quasi nicht verlaufen. Im ersten Spiel unter der Leitung des neuen Trainers Volker Gritzner boten die Verbandsliga-Handballer der HSG Altmark West ihre bislang stärkste Saisonleistung. Gritzner scheint in den vergangenen Wochen an den richtigen Schrauben gedreht und der Mannschaft neuen Mut eingehaucht zu haben. Zu erkennen war dies am Sonnabend beim deutlichen 26:19 (13:10) gegen den bis dahin ungeschlagenen SV Eiche Biederitz.

Mieste – Der neue Dirigent an der Seitenlinie lobte vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit. Er konnte auf eine prall gefüllte Ersatzbank zurückgreifen und daher auch viel durchwechseln. Alle Akteure bekamen ihre Einsatzminuten und machten ihre Sache im Verbund mehr als ordentlich. „Gute Torhüter, eine aggressive Abwehr und eine geringe Fehlerquote“, zählte Volker Gritzner die drei siegbringenden Säulen auf. Man merkte der HSG an, dass sich Leistungsträger wie Philipp Seiler und Steffen Behrmann, die zuvor noch mit Traineraufgaben konfrontiert waren, einzig und allein auf das Sportliche konzentrieren konnten. Sie sorgten mit dafür, dass die trotz 2G-Prinzip gut gefüllte Miester Halle zum Hexenkessel avancierte.

Die Atmosphäre schwappte direkt auf die gastgebende Mannschaft über. Vier Siebenmeter ließen die Biederitzer allein in der Anfangsphase liegen. Doch sie hatten es ohnehin schwer gegen eine bewegliche und kompromisslose HSG-Abwehr. Der starke Defensivverbund sowie eine effiziente Verwertung der eigenen Möglichkeiten hatten nach zwölf Minuten – trotz der Roten Karte gegen Marcel Günther (14.) – eine 7:3-Führung zur Folge. Die Westaltmärker wussten spätestens zu diesem Zeitpunkt, dass an diesem Tag einiges möglich wäre. So setzten sie sich durch Comebacker Markus Schachel und Seiler sogar auf 12:6 (25.) ab. In der Schlussphase der ersten Hälfte habe seine Mannschaft „den Faden etwas verloren“, bemängelte Gritzner. „Doch Fehler passieren“, fügte er an. Die Eichen konnten sich bis zum Kabinengang zumindest auf 10:13 heranpirschen.

Doch aus dem Tritt bringen ließ sich das HSG-Team nicht. Ganz im Gegenteil: Auch im zweiten Abschnitt wurde in allen Mannschaftsteilen hochkonzentriert weitergearbeitet. Prompt hieß es nach knapp acht gespielten Minuten auch schon wieder 17:11. Gritzner blieb seiner Linie treu, wechselte weiterhin kräftig durch und verteilte die Kräfte somit bedacht. Das zahlte sich aus, denn vor allem in der Deckung wurde erneut gut verschoben und attackiert. So gerieten die Westaltmärker auch nicht mehr in Gefahr – auch nicht, als Biederitz zumindest wieder auf vier Treffer (18:22/55.) herankam. Mit den letzten drei Treffern dieser Partie sorgten Martin Hübener und Doppelpacker Thomas Beneke noch für einen deutlichen 26:19-Heimerfolg zugunsten der Westaltmärker, die erst zum zweiten Mal überhaupt als Sieger von der Platte gingen.

HSG Altmark West (Tore): Kropf, I. Hübener – M. Hübener (7), Grabow, Röscher (3), Behrmann (2), Günther (1), Nerlich (6), Beneke (2), Seiler (2), Güssefeld, Klopp, Hesse, Schachel (3).

SV Eiche Biederitz: Tschirschwitz, Eix – Hammecke (1), Urban (2), Holzgräbe (1), Köster (1), Kinast (7), Herrmann (1), Gronemeier, Freistedt, Held (3), Steinweg (3), Hartmann.

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