Staffeltag der Verbandsliga-Teams in Neugattersleben

Der Modus ist noch offen

Xaver-Dan Haak (Mitte) startet mit dem SSV 80 Gardelegen erneut in der Verbandsliga
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Saisonstart ist bereits fixiert: Für den SSV 80 Gardelegen und alle anderen Verbandsliga-Teams soll es am Wochenende, 31. Juli/1. August, losgehen.
  • Tobias Weber
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Gardelegen - Die neue Saison 2021/2022 in der Fußball-Verbandsliga soll laut den Planungen des Landesverbandes am Wochenende, 31. Juli/1. August, beginnen. Wie die Struktur im Fußball-Oberhaus dann aussieht, steht indes noch nicht fest. Auf dem Staffeltag wurden den teilnehmenden Mannschaften die beiden favorisierten Varianten vorgestellt.

Am Mittwochabend fand in Neugattersleben der diesjährige Staffeltag für die Mannschaften der Fußball-Verbandsliga in einer Präsenzveranstaltung statt. Dabei folgten alle 19 Vertreter der teilnehmenden Teams der Einladung des Fußballverbandes Sachsen-Anhalt (FSA). Für den SSV 80 Gardelegen nahm Teammanager Daniel Burkardt an der Zusammenkunft teil.

Es könnte jedoch sein, dass in der kommenden Saison 2021/2022 sogar 20 Mannschaften in der Verbandsliga spielen. Der MSC Preussen, der in der Landesliga Nord Platz zwei belegte, hat nämlich beim FSA einen Antrag gestellt, anstelle des FSV Saxonia Tangermünde, der auf einen Aufstieg verzichtete, ins fußballerische Oberhaus aufsteigen zu dürfen. Ein Vertreter des MSC war am Mittwoch ebenfalls eingeladen, auch wenn eine endgültige Entscheidung in dem Punkt noch nicht gefallen ist.

Grundsätzlich ging es auf dem Staffeltag natürlich darum, in welchem Modus die neue Saison gespielt werden soll. „Dazu wurden uns vom FSA die beiden Varianten im Detail vorgestellt“, berichtete Daniel Burkardt. „Wird der Antrag des MSC genehmigt, hätte das aus meiner Sicht eigentlich keine Auswirkungen auf die neue Saison“, so Burkardt.

Aus meiner Sicht waren die Meinungen sehr ausgeglichen, vielleicht mit einer leichten Tendenz zur Variante zwei. Aber das ist natürlich nur eine Vermutung.

Daniel Burkardt (Teammanager SSV 80 Gardelegen)

Die Variante 1 sieht vor, dass die 19 beziehungsweise 20 Mannschaften in einer normalen Hin- und Rückrunde spielen. Dies würde bedeuten, dass auf die Mannschaften 36 beziehungsweise 38 Punktspiele zukommen würden. „Das wäre natürlich ein straffes Programm, wobei es definitiv auch wieder englische Wochen geben wird“, informierte der Gardelegener Teammanager.

Kommt Variante 2 zur Anwendung, dürfte es für die Mannschaften mit Blick auf den Terminplan etwas entspannter werden. Diese Variante sieht nämlich eine Verbandsliga mit zwei Staffeln vor. „Sollte der MSC Preussen aufsteigen dürfen, gäbe es demnach zwei Staffeln mit jeweils zehn Teams. Sonst wird mit zehn beziehungsweise neun Mannschaften gespielt. Die beiden Staffeln sollen zudem regional aufgeteilt werden“, so Burkardt weiter. In den beiden Staffeln werden zunächst eine Hin- und Rückrunde gespielt. Anschließend wird es dann noch eine Meister- beziehungsweise eine Abstiegsrunde geben. Insgesamt stünden für die Teams im Vergleich zu Variante eins wohl gut zehn Spiele weniger im Terminplan. „Allerdings soll es dann so sein, dass die Mannschaften alle Punkte und auch Tore aus den beiden Spielrunden in den beiden Staffeln mit in die Meister- beziehungsweise Abstiegsrunde nehmen“, berichtete Daniel Burkardt und ergänzt: „Zudem hat der FSA auch mitgeteilt, dass es mindestens vier Absteiger geben wird. Je nach dem, was in der Oberliga passiert, könnten es aber auch fünf oder sechs werden. Das heißt, dass es in einer möglichen Abstiegsrunde schon sehr hart werden könnte, wenn von zehn teilnehmenden Mannschaften am Ende vier oder sogar noch mehr absteigen müssen“.

Die Mannschaften der Verbandsliga haben nun bis zum nächsten Freitag, 11. Juni, Zeit, sich über die beiden Varianten Gedanken zu machen und dem Landesverband ein Votum abzugeben. Eine klare Richtung, welche der beiden Varianten favorisiert wird, war indes auf dem Staffeltag noch nicht zu erkennen. „Aus meiner Sicht waren die Meinungen sehr ausgeglichen, vielleicht mit einer leichten Tendenz zur Variante zwei. Aber das ist natürlich nur eine Vermutung“, so Burkardt.

Sollte eben jene Variante zwei zum Tragen kommen, hatte der FSA für die Verbandsligisten noch einen Vorschlag in der Schublade. Eventuell soll es dann noch einen internen Liga-Pokal geben, wobei für den Sieger auch eine Prämie ausgelobt werden soll.

Außerdem informierte der Landesverband die teilnehmenden Vereinsvertreter darüber, dass mit Blick auf die neue Saison eine sportliche Wertung nur dann erfolgt, wenn mindestens 50 Prozent der Spiele auch tatsächlich absolviert wurden. Also wird es auch nur dann Auf- beziehungsweise Absteiger geben.

Auf dem Staffeltag kam indes noch ein Punkt zur Sprache. Der 1. FC Magdeburg hat beim FSA nämlich einen Antrag gestellt, eine U23-Mannschaft in den Punktspielbetrieb zu schicken, wobei diese dann auch direkt in die Verbandsliga eingegliedert werden soll. „Das wird aber frühestens zur Saison 2022/2023 passieren, denn dazu müssen die Satzungen geändert werden“, informierte Daniel Burkardt. Wird dem Antrag des 1. FCM stattgegeben, hieße das im Umkehrschluss aber auch, dass die U23 ja einen Startplatz in der Verbandsliga „wegnehmen“ würde. Doch das ist Zukunftsmusik. In erster Linie steht natürlich die kommende Saison 2021/2022 im Fokus, wobei dann wohl Mitte Juni eine endgültige Entscheidung fallen dürfte, in welchem Modus die Verbandsliga an den Start geht. Fest steht indes, dass die Saison am Wochenende, 31. Juli/1. August, beginnen soll. Egal, mit welcher Variante dann gespielt wird.

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