Fußball - 3. Liga

Der FCM bleibt in der Erfolgsspur - Sieg gegen Ingolstadt

Die Spieler des 1. FC Magdeburg liegen sich nach dem 2:0 gegen den FC Ingolstadt jubelnd in den Armen.
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Der Torschütze zum 2:0 nimmt seinen Vorbereiter auf die Schulter: Baris Atik, der für das 1:0 sorgte, ließ sich von seinem Assist-Geber Kai Brünker tragen. Die anderen FCM-Profis jubeln mit nach dem Sieg über Ingolstadt.
  • Sabine Lindenau
    vonSabine Lindenau
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Magdeburg – Drei Siege in Serie, zwei Plätze über dem Strich und ein neues Traumduo im Angriff: Dem 1 FC Magdeburg ist am Sonnabend durch den 2:0 (1:0)-Erfolg über den FC Ingolstadt ein wichtiger Befreiungsschlag im Kampf um den Klassenerhalt in der 3. Liga gelungen. 

Trainer Christian Titz hätte sich kein besseres nachträgliches Geschenk zu seinem 50. Geburtstags wünschen können, den er am 1. April feierte.

Die Partie gegen die favorisierten Schanzer entwickelte sich in vielerlei Hinsicht zu einer ganz besonderen für den FCM. Noch nie ist es dem Traditionsclub in dieser Saison gelungen, in der Anfangsviertelstunde zu treffen. Noch nie hat er in dieser Spielzeit drei Siege am Stück eingefahren, zudem auch noch ohne Gegentreffer. Und auf Platz 15 rangierte er zuletzt nach dem 5. Spieltag. Die Trendwende, die sich seit Wochen abzeichnete, scheint geglückt.

Titz setzte auf die gleiche Startelf, die er auch beim Sieg gegen Kaiserslautern auf den Rasen der MDCC-Arena schickte. Dieser konnte sich in den zurückliegenden beiden Wochen erholen. So konnten die Magdeburger auch mit kurzen Pässen statt langen Bällen agieren. Und das gelang von Beginn an gut. Nach nur zwölf Minuten landete die Kugel im Ingolstädter Tor. Und das nach einen tollen Spielzug. Raphael Obermair flankte vertikal auf Adrian Malachowski, der direkt zu Kai Brünker passte. Der Stürmer brauchte ebenfalls nur eine Berührung, um auf Baris Atik durchzustecken. Der Matchwinner der vergangenen beiden Partien drehte sich gedankenschnell und schloss den Angriff kaltschnäuzig ab – 1:0. Der FCI blieb offensiv blass. Auch, weil Titz seine Schützlinge optimal auf den Tabellendritten eingestellt hatte. Magdeburg presste hoch und ließ den Gegner kaum bis in die Gefahrenzone vordringen. Und mit dem Ball blieb der Gastgeber spielfreudig. Eine große Chance vergab Malachowski nach einer Atik-Ecke und einem von Kapitän Tobias Müller verlängerten Kopfball. Freistehend traf er den Ball nicht richtig und schoss weit über das Tor hinaus (38.). So ging es mit der verdienten 1:0-Führung in die Kabinen.

FCI-Trainer Tomas Oral machte mit seinem Dreierwechsel nach Wiederanpfiff klar, dass sich etwas ändern sollte. Und das gelang den Schanzern zumindest in den ersten Minuten nach Wiederanpfiff. Doch der FCM blieb defensiv stabil. Und überraschte erneut bei einem Angriff, in dem sich ein neues Traumpaar herauskristallisierte. Brünker, der beim Führungstreffer noch für den Assist sorgte, wurde nun selbst zum Torschützen (51.). Und Atik zum Vorlagengeber. Der Jubel nach dem 2:0 war groß. Brünker warf seinen 20 Zentimeter kleineren Sturmpartner lässig über die breite „Panzer“-Schulter und lief zu den anderen Spielern.

Nun war Ingolstadt wach, drückte auf den Anschlusstreffer. So richtig gefährlich wurden die Aktionen allerdings nicht. Spätestens in Morten Behrens im Magdeburger Tor fanden die Gäste ihren Meister. Die Souveränität, die der FCM-Schlussmann und seine Vorderleute ausstrahlten, ließen den FCI fast verzweifeln. Statt zumindest vorübergehend die Tabellenführung zu übernehmen, mussten sie eine Niederlage hinnehmen. Und diese hätte auch noch höher ausfallen können, wenn der direkte Atik-Freistoß nicht an den Pfosten gekracht wäre (81.). Die FCM-Profis lagen sich nach Abpfiff in den Armen. Wissend, wie wichtig dieser Dreier war.

„Die Art, wie wir den Gegner angelaufen haben, Balleroberungen hatten und mit dem Ball das Spiel kontrolliert haben“, beeindruckte FCM-Trainer Titz in der ersten Halbzeit. Im zweiten Spielabschnitt hätte er sich manchen Angriff besser ausgespielt gewünscht. „Das wurde dann ein Spiel, das du über die Zeit bringen musst, indem du sauber verteidigst, das hat meine Mannschaft gut gemacht.“

Sein Ingolstädter Pendant wirkte geknickt, zeigte sich mit dem Auftreten seiner Elf unzufrieden. „Wir wussten vorher, dass wir hier auf einen wiedererstarkten Gegner treffen würden, der in den letzten Wochen gut performt hat.“ Dennoch hatte er von seinen Schützlingen mehr Einsatz erwartet. „Wir haben uns zu tief hinten reindrängen lassen“, sah er am Ende aber ein, dass der 2:0-Sieg für den FCM verdient war.

Statistik

Tore: 1:0 Baris Atik (12.), 2:0 Kai Brünker (51.).

1. FC Magdeburg: Behrens - Ernst, T. Müller, Bittroff, Obermair - Jacobsen, A. Müller (82. Harant), Malachowski - Jakubiak (59. Conteh) - Brünker (69. Bertram), Atik (82. Perthel).

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