Fußball – Oberliga: Stendal geht in Rudolstadt mit 1:7 unter

Deftige Klatsche für Lok

mth Rudolstadt. Eine schmerzhafte Niederlage mussten die Oberliga-Kicker des 1. FC Lok Stendal einstecken. Mit 1:7 (0:4) gerieten die Rolandstädter beim FC Einheit Rudolstadt unter die Räder.

Eigentlich fanden die Schützlinge von Lok-Coach Sven Körner ganz gut in die Partie. Aus einer „ordentlichen Grundordnung“ heraus liefen sie die Rudolstädter an und kamen durch ihr Pressing auch immer wieder in Ballbesitz. Doch dann war es auch schon vorbei mit der Herrlichkeit. Denn wenn das Spielgerät in den Reihen der Lok-Elf war, wurde es meist zu schnell wieder verloren. „Über 90 Minuten hat uns nach dem Ballgewinn die Präzision gefehlt“, ärgerte sich Körner. Die Führung für Rudolstadt nach 14 Minuten kam dennoch etwas plötzlich.

Neben den Mängeln in Ballbesitz trat ein Problem auf, das sich schon in den Testspielen herauskristallisierte. Körner: „Wir waren nicht kompakt genug. Das Zentrum war zu offen.“ Die Staffelung passte also nicht. Sowohl in der Defensive als auch in der Offensive, wenn es darum ging, nachzurücken, um die zweiten Bälle zu erobern. Entlastung gab es daher nie für die Hintermannschaft der Stendaler.

Bis zur 34. Minuten blieben die Eisenbahner – abgesehen vom 0:1 – aber noch relativ unbeschadet. Dann aber hagelte es Gegentore für Lok-Keeper Lukas Kycek (Körner: „Er hat ein ordentliches Spiel gemacht.“). Innerhalb von acht Minuten machten die Hausherren den Deckel auf die Begegnung und schraubten das Ergebnis auf 4:0 in die Höhe (34., 35., 42.).

Die taktische Variante des aggressiven Pressings ging gegen Rudolstadt nicht auf, denn Stendal schaffte es nicht, die Außenverteidiger vernünftig anzulaufen. So konnten diese sich immer wieder mit langen Bällen aus vermeintlichen Drucksituationen befreien. Körner kritisierte: „Wir standen zu tief.“

Doch nicht nur taktisch lag einiges im Argen. Auch die viel beschworenen „Grundtugenden“ waren deutlich ausbaufähig. Mit dem Zweikampfverhalten seiner Mannschaft war Körner überhaupt nicht einverstanden. „Das war nicht ausreichend, um einen Gegner zu beeindrucken.“

Im zweiten Durchgang fielen wieder vier Tore. Dieses Mal aber nur drei für Rudolstadt (64., 67., 81.). Dem eingewechselten Lukas Breda war es vorbehalten, den Ehrentreffer zum 1:6-Zwischenstand zu erzielen (69.).

Trainer Körner möchte nach dieser deftigen Niederlage nicht die Keule schwingen. „Es war klar, dass wir als Aufsteiger bis zum Schluss um den Klassenerhalt kämpfen müssen.“ Seinem Team fehle es nach sieben sieglosen Spielen an Selbstvertrauen. „Da können wir uns aber nur selber rausziehen.“

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