FUSSBALL – 2. LIGA: FCM-Trainer rechnet mit hohem Niveau

„Defensive gewinnt Spiele“

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Dem Gegner enteilt: Philip Türpitz (l.) lässt in dieser Situation Aues Calogero Rizzuto stehen. Seine Qualitäten sind morgen auch gegen Holstein Kiel gefragt.

Magdeburg – Sie hatten genug Zeit zu regenerieren und sich auf den nächsten Gegner einzustellen. Die Zweitliga-Fußballer des 1. FC Magdeburg brennen auf die morgige Partie gegen Holstein Kiel.

Den Störchen steckt indes noch die unglückliche 0:1-Niederlage im DFB-Pokal Mittwochabend gegen Augsburg in den Knochen. Das kann ein Vorteil für die Mannschaft von Michael Oenning sein.

„Das Spiel ist noch in den Beinen. Es war auch intensiv, auch vom Kopf her nicht einfach.“ Der FCM-Trainer glaubt aber dennoch, dass die Kieler anreisen, um zu gewinnen. „Das ist eine Mannschaft, die weiß was sie tut“, ist sich Oenning sicher. Er hat sich die beiden jüngsten Spiele genau angeschaut. Und rechnet mit einem „tollen Spiel für die Zuschauer“, hofft auf mindestens 20.000 Fans, die morgen ab 13.30 Uhr in der MDCC-Arena den FCM anfeuern werden. „Wir brauchen jeden einzelnen.“

Auch wenn sich der Chefcoach nicht in die Aufstellungs-Karten blicken lässt, so will er das Spiel seiner Mannschaft so ausrichten, dass sie auf Sieg spielt. Das sei vor heimischer Kulisse immer so. Oenning sagt aber auch: „Die Defensive gewinnt in der Regel die Spiele.“ So sei es beim Duselerfolg in Ingolstadt auch gewesen. „Wir haben hinten gut gestanden, da müssen wir ansetzen.“

Wie schon in den Heimpartien gegen Union Berlin und den VfL Bochum freut sich der Trainer mit Kiel auf ein Team, das eine hohe Qualität mitbringe. Solche Mannschaften würden meist auch das Niveau heben. „Dann geht es darum, dass wir hellwach sind und unsere Ideen dagegen setzen.“

Ob Neuzugang Jan Kirchhoff auflaufen kann, ist noch unklar. Er blieb wegen muskulärer Probleme schon in der zweiten Halbzeit in Ingolstadt in der Kabine. Und: Er hat in dieser Woche ein Individualtraining absolviert und lag des Öfteren auf der Behandlungsliege. Auch wenn er spielen könnte: „Ich weiß nicht, ob das klug ist“, ist Oenning skeptisch. Es sei wichtiger, dass der Ex-Bayern-Profi in Bielefeld wieder zu 100 Prozent fit sei. Im Tor scheint Giorgi Loria nach zwei Spielen ohne Gegentor indes gesetzt. „Er ist sehr abgeklärt und hat die Jungs von der ersten Sekunde mitgenommen“, lobt ihn der Trainer. Doch er weiß auch: „Richtig viel halten musste er noch nicht. Das spricht auch für die Defensive.“ Was für den Trainer so wichtig ist: Der zum Ersatzkeeper degradierte Alexander Brunst brenne nun im Training noch mehr. „Das ist die Situation, die ich mir gewünscht habe, dass wir in den Konkurrenzkampf kommen.“ Auf allen Positionen.

Das ist auch Philip Türpitz nicht entgangen, der in Ingolstadt zunächst nur auf der Bank saß, dann aber eingewechselt wurde und den Siegtreffer erzielte. Der Offensivmann freut sich auf das Heimspiel. „Kiel ist eine Mannschaft mit sehr viel individueller Qualität. Ich denke, die wollen oben angreifen, es wird ein schwieriges Spiel“, ist er sich sicher.

VON SABINE LINDENAU

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