Bettina Papist über ihre drei Titel bei den Tischtennis-Landesmeisterschaften

„Das war Kampf pur“

Osterburg. Mehr geht nicht: Bettina Papist vom SV Chemie Mieste hat am Wochenende bei den Tischtennis-Landesmeisterschaften der Senioren gleich drei Goldmedaillen gewonnen. So erfolgreich war an der Osterburger Landessportschule kein anderer Starter.

Nach dem umkämpften Einzel-Finale bei den Damen 40 gegen Ulrike Scheinert vom SSV Gardelegen stand Papist der Altmark-Zeitung Rede und Antwort.

Herzlichen Glückwunsch zu den drei Landesmeistertiteln. Das Einzel-Finale bei den Damen 40 war bis zuletzt spannend. Wie schwer war es, Ulrike Scheinert mit 3:2 in die Knie zu zwingen und ihren Titel aus dem Vorjahr zu verteidigen?

Das war Kampf pur, zumal ich am Mittag auch noch das Mix-Finale mit Mark Mechau gewonnen und damit schon sehr viele Spiele in den Beinen hatte. Ich musste gegen Ulrike sehr variabel und mit viel Spin spielen. Mir war klar, dass diejenige den ersten Punkt macht, die zuerst anzieht. Im Finale der Bezirksmeisterschaften habe ich gegen Ulrike noch verloren, diesmal aber gewonnen. Ich bin überglücklich.

An der Seite von Ulrike Scheinert hatten Sie am Sonnabend bereits Doppel-Gold gewonnen. Wie hat das neue Erfolgsduo denn zusammengefunden?

Bei den Bezirksmeisterschaften im Dezember in Stendal haben wir beschlossen, zusammen Doppel zu spielen. Trainiert hatten wir vorher noch nicht miteinander, aber es hat ja auch so ganz gut geklappt.

Was nehmen Sie sich für die Mitteldeutschen Meisterschaften vor, die vom 15. bis 17. März wieder an der Landessportschule in Osterburg stattfinden?

Mit Ulrike ist im Doppel vielleicht sogar das Finale drin. Im Einzel wohl eher nicht. Die Setzliste ist so, dass Ulrike oder ich irgendwann auf die sächsische Meisterin treffen werden, die bei den Deutschen Meisterschaften im vergangenen Jahr zudem die Silbermedaille gewonnen hat. Es wird also ganz schwer.

Sie spielen für Chemie Mieste in der Tischtennis-Kreisoberliga der Männer, haben dort aber selten richtig gute Gegner. Wie schaffen Sie es trotzdem, bei den Landesmeisterschaften so ein Top-Niveau abzurufen?

Ich habe gute Trainingspartner. Vor allem Männer. Die spielen deutlich aggressiver und härter, das kommt mir natürlich zugute. Aber ich habe immer Probleme, mich bei solchen Turnieren wie den Landesmeisterschaften dann umzustellen. Frauen spielen mit mehr Schnitt, da muss man sich viel mehr bewegen.

Die Umstellung haben Sie ja sehr erfolgreich gemeistert. Vielen Dank für das nette Gespräch.

Von Christian Buchholz

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