Fußball – 3. Liga: 1. FC Magdeburg schickt Hansa Rostock mit 4:1 (1:0) nach Hause

Es darf wieder geträumt werden

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Die absolute Erleichterung: FCM-Stürmer Christian Beck beendete mit dem Treffer zum zwischenzeitlichen 3:1 seine Torflaute und ließ seinen Emotionen freien Lauf.

Magdeburg. Saisonziel Nummer eins ist erreicht. Mit dem 4:1-Erfolg im 29. Saisonspiel gegen Hansa Rostock hat der 1. FC Magdeburg am Sonnabendnachmittag 45 Punkte auf dem Konto. „Jetzt schauen wir von Spiel zu Spiel, was noch geht.“

Das Wort Aufstieg nimmt Trainer Jens Härtel noch immer nicht in den Mund. Aber immerhin geht der Blick nicht mehr in den Tabellenkeller.

Ein deutlicher Sieg, ein Christian Beck, der seine Ladehemmung verliert und Fans, die ihre Mannschaft friedlich anfeuern: Das war ein Fußball-Nachmittag, der Spaß machte. Auch wenn sich beide Teams in den ersten Minuten des Ostderbys vor 20 361 Zuschauern in der MDCC-Arena erst abtasteten, so entwickelte sich in der Folge doch eine Begegnung mit zahlreichen Chancen. Die ersten großen für den FCM vergaben Manuel Farrona Pulido in der 15. und Nico Hammann in der 17. Minute. Ein Raunen ging über die Ränge. Nur acht Minuten später konnten die Magdeburger dann aber jubeln. Kapitän Marius Sowislo köpfte den Ball nach einer Ecke von Hammann in die Maschen des Rostocker Schlussmannes.

Der von den Hansa-Fans angekündigte Stimmungsboykott war nun endgültig aufgehoben. Die Hanseaten peitschten ihre Mannen nach vorn. Das nächste Tor fiel indes erneut für die Blau-Weißen. Nach einem Pass von Sebastian Ernst war es der kleine Dribbler Farrona Pulido, der in der 39. Minute auf 2:0 erhöhte. Nur drei Minuten später fiel der unerwartete Anschlusstreffer nach einem abgefälschten Freistoß, den Marco Kofler noch über die Linie drückte.

Zurück aus der Kabine hatten die Gäste mehrfach Gelegenheit, auszugleichen. Doch FCM-Torwart Jan Glinker glänzte mehrfach, kratzte einen Kofler-Schuss von der Linie (56.) und hielt auch Tobias Jänickes Schuss, als dieser plötzlich frei vor ihm stand (71.). Dann wieder der FCM, der wie gewohnt bei Standards seine Stärken zeigte: Nach Hammanns Freistoß in der 76. Minute stieg Christian Beck hoch und köpfte den Ball unhaltbar ins Netz. Ein Befreiungsschlag für den in diesem Jahr noch torlosen Goalgetter. Der Jubel auf den Rängen kannte keine Grenzen. Allen war klar, dass sich die Magdeburger diesen Sieg nicht mehr nehmen lassen würden. Doch der FCM erhöhte in der Nachspielzeit noch auf 4:1, als Sowislo einen Handelfmeter verwandelte. Die Magdeburger stehen nun auf Platz vier der Tabelle und können durchaus von Liga 2 träumen...

„Wir sind etwas stotternd ins Spiel gekommen und hätten in der kritischen Phase sicher auch das 2:2 bekommen können. Aber dieses Glück muss man sich auch erarbeiten. Hinten raus ist der Sieg aber verdient, vielleicht ein Tor zu hoch. Wir sind sehr zufrieden, dass wir zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison die 45 Punkte erreicht haben“, analysierte FCM-Coach Jens Härtel nach der Begegnung.

• Tore: 1:0 Marius Sowislo (25.), 2:0 Manuel Farrona Pulido (39.), 2:1 Marco Kofler (42.), 3:1 Christian Beck (76.), 4:1 Marius Sowislo (90., Handelfmeter).

• 1. FC Magdeburg: Glinker - Handke, Löhmannsröben, Farrona Pulido (75. Brandt), Hammann, Beck, Sowislo, Niemeyer, Kinsombi, Chahed (60. Altiparmak), Ernst (87. Butzen).

Von Sabine Lindenau

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