1. FC Lok Stendal gewinnt beim 26. Altmark-Masters erneut den Titel

Dritter Triumph in Folge: Lok darf den Pokal behalten

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Max Salge (links) schirmte hier den Ball vor dem Salzwedeler Philip Müller ab. Die Stendaler gewannen das Endspiel gegen die Eintracht mit 2:0.

Beetzendorf. Immer wenn es um etwas geht, treffen diese beiden ewigen Konkurrenten aufeinander.

Im November 2015 war das etwa im Achtelfinale des Fußball-Landespokals der Fall, da schlug der Außenseiter Eintracht Salzwedel den großen altmärkischen Rivalen, den Verbandsligisten 1. FC Lok Stendal, nach Verlängerung mit 1:0.

Stendaler Jubel bei der Pokalübergabe. 

Gestern Abend beim 26. Altmark-Masters der Altmark-Zeitung in der Beetzendorfer Sporthalle war es wieder so weit. Die favorisierten Stendaler wurden diesmal ihrer Rolle gerecht und setzten sich gegen den Landesklasse-Vertreter am Ende verdient mit 2:0 durch. „Wenn man im Finale steht, will man auch gewinnen“, freute sich Lok-Trainer Sven Körner nach dem Erfolg. Der Rekordsieger holte zum zwölften Mal den Titel der AZ und der Wittinger Privatbrauerei und darf den Wanderpokal nach dem dritten Sieg in Folge behalten.

Der Turniertag zum Nachlesen: Unser Liveticker vom Masters 2017.

Dass diese beiden Duellanten zurecht im Endspiel standen, war vor allem ihrer souveränen Endrunde zuzuschreiben. Lok und Salzwedel ließen im Viertel- und Halbfinale keine Fragen offen. Vorher kam Stendal sicher, aber glanzlos weiter. Der Eintracht reichte in der Gruppenphase sogar nur ein Sieg, um die Endrunde zu erreichen.

Endspiele zwischen Lok und der Eintracht gibt es selten beim Masters. Drei Mal in der 25-jährigen Masters-Geschichte trafen beide Vereine aufeinander, drei Mal gingen die Stendaler als Sieger hervor: 1995, 1998 und 2006.

Die Siegermannschaft des 1. FC Lok Stendal beim 26. Altmark-Masters der Altmark-Zeitung und der Wittinger Privatbrauerei in Beetzendorf.

Das vierte Duell: Beim Höhepunkt der Hallensaison (das Beste kommt bekanntlich zum Schluss) kam es endlich wieder zu diesem Aufeinandertreffen. Dass sich beide Lager nicht sonderlich mögen, machten gestern nicht zuletzt die lautstarken Eintracht-Fans im Laufes des Turniers mit Gesang und Choreographie deutlich. Besonders bei den Salzwedeler Anhängern war eine gewisse Vorfreude zu spüren, schließlich trifft man sich nicht mehr allzu oft. Auf dem Rasen spielen Lok und Eintracht schon lange nicht mehr regelmäßig gegeneinander, in früheren Zeiten duellierten sich beide Mannschaften schließlich mal in der sechsten Liga.

Die Teams gingen sachlich mit der Konkurrenzsituation auf der Platte um. Doch der Außenseiter aus Salzwedel spielte letztlich „nicht clever genug“, sagte Eintracht-Coach Burghardt Schulze. Die Salzwedeler nutzten ihre guten Chancen, vor allem nach dem 0:1 nicht. Schulze zollte seinen Spielern trotz Finalniederlage Respekt: „Lob an alle.“

Lok spielte wie schon im gesamten Turnier schnörkellos und machte mit zwei Toren von Benjamin Bubke in zwölf Minuten Spielzeit alles klar.

In Dennis Röhl heimste wenigstens ein Salzwedeler eine Auszeichnung ein. Der Eintracht-Schlussmann wurde nach dem Finale zum besten Torwart ausgezeichnet. Bester Spieler ist Christian Wernecke von Heide Letzlingen. Ramon Schröder (Medizin Uchtspringe) war mit fünf Treffern bester Torschütze. Für sie gab es kleine Pokale, für die ewige Lok den Großen.

Von Benjamin Post

26. Altmark-Masters der Altmark Zeitung: die Vorrunde 

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