TENNIS Amy Marscheider hofft auf baldige Öffnung der Plätze / Einladung zum A3-Turnier

Damit sie ihre Position verteidigen kann

Roter Sand unter den Schuhen: Darauf freut sich Amy Marscheider, wenn sie endlich wieder spielen darf.
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Roter Sand unter den Schuhen: Darauf freut sich Amy Marscheider, wenn sie endlich wieder spielen darf.

Stendal – Nach einem Winter, in dem sie tennismüde war und keine Turnier gespielt hat, wollte sie nun wieder durchstarten. Doch Corona bringt auch die Ziele von Amy Marscheider durcheinander.

Sachsen-Anhalts Nummer eins im Tennis hofft allerdings, schon kommende Woche auf den Trainingsplatz zu dürfen. Der Tennisverband hat bei der Landesregierung einen entsprechenden Antrag gestellt, über den noch in dieser Woche entschieden werden soll.

„Es wäre echt fantastisch, ich vermisse es schon sehr.“ Zwar greift Amy Marscheider auch vor der eigenen Haustür zum Schläger. Die 17-Jährige versucht, beim Training mit dem Ball an der Schnur, der nach jedem Schlag zurückspringt, einigermaßen im Rhythmus zu bleiben. Ideal ist die Situation aber nicht. Dennoch verliert die Stendalerin ihren Optimismus nicht.

„Ich glaube, ich bin sogar fitter denn je.“ Dadurch, dass sie auch nicht zur Schule gehen kann, hat sie viel Zeit für Sport. Laufen, Radfahren, Kraftübungen: Die Physis stimmt. Anders als noch im Winter, als kleine Verletzungen und Erkältungen sie immer wieder zurückwarfen. Und auch dafür sorgten, dass sie tennismüde wurde. Aber das gehe jedem mal so, weiß Amy Marscheider. Inzwischen „habe ich wieder richtig Lust, Turniere zu spielen.“

Ob es aufgrund der Corona-Krise überhaupt Wettkämpfe geben kann, bleibt allerdings abzuwarten. Dabei hatte die aktuell 355. der DTB-Rangliste sogar eine Einladung von einem A3-Turnier-Veranstalter aus Mainz. Musste sie früher immer selbst Ausschau halten, an welchem Turnier sie teilnehmen könnte, genießt die 17-Jährige inzwischen Ansehen in der Tennisszene.

Punktspiele, die in Sachsen-Anhalt Mitte Juni starten sollen, bestreitet sie wie in der Vorsaison für den 1. TC Magdeburg, kann hier in der Landesoberliga aufschlagen. Das größte Saisonziel lautet: die Spitzenposition im Land zu halten. Ihre Platzierung in der deutschen Rangliste würde Amy gern weiter ausbauen. Doch das funktioniert nur, wenn auch Turniere und Meisterschaften ausgetragen werden dürfen. Und: Die Stendalerin, die im kommenden Jahr ihr Abitur machen wird, ordnet ihren Sport auch der Schule unter. Ein guter Abschluss soll her.

Momentan bereitet sie ihre Bewerbungsunterlagen für die Polizei vor. Zielstrebig bleibt Stendals größtes Tennistalent in vielerlei Hinsicht. Ihre Hoffnungen, möglichst bald wieder auf dem Court stehen zu dürfen, sind groß. „Tennis ist an der frischen Luft, man hat doch Abstand und muss ja nicht auf einer Bank sitzen“, hat sie gute Argumente für ihren Sport.  sli

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