Fussball – Vorbereitung: Beim 1. FC Lok Stendal sind noch etliche Positionen umkämpft

Casting um die Stammplätze

Chris Kiesse wurde als Sturmspitze in einem 4-1-4-1-System getestet, blieb aber ohne Torbeteiligung.
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Chris Kiesse wurde als Sturmspitze in einem 4-1-4-1-System getestet, blieb aber ohne Torbeteiligung.
  • Tobias Haack
    vonTobias Haack
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Stendal – Gut drei Wochen vor dem Start der Rückrunde mit dem richtungsweisenden Sechs-Punkte-Spiel gegen den SC Staaken hat der 1. FC Lok Stendal am Sonnabend gegen den Haldensleber SC eine erste Duftmarke gesetzt.

Der lockere 4:0-Sieg unterstrich, dass die Mannschaft von Trainer Jörn Schulz bereits gut im Saft steht. Auch bezüglich der künftigen Grundordnung ließen sich erste Rückschlüsse ziehen.

So ließ Schulz seine Mannschaft am insgesamt zwölften Trainingstag in einem 4-1-4-1-System von der Leine. Während auf etlichen Positionen zur Pause munter durchgewechselt wurde, durften einige wenige Akteure durchspielen. Chris Kiesse beispielsweise gab über 90 Minuten die einzige Sturmspitze. Die linke Bahn mit Simon Balliet und Niclas Buschke blieb ebenfalls unverändert.

Bei Kiesse und Balliet dürften die Aussichten auf einen Stammplatz dennoch überschaubar sein. Vor allem die Position des einzigen Angreifers – sollte es beim 4-1-4-1 bleiben – ist umkämpft. Vincent Kühn, Maurice Pascale Schmidt und Buschke sind hier wesentlich vielversprechendere Kandidaten als der wechselhafte Kiesse.

Interessant verspricht auch der Konkurrenzkampf im zentralen Mittelfeld zu werden. Neuzugang Patrick Baudis wird bei seiner Vita wohl ebenso gesetzt sein wie ein fitter Moritz Instenberg. Bleibt ein Platz, um den sich Steven Schubert, Franz Erdmann, Lukas Breda und Martin Gödecke streiten dürfen. Letzterer betrieb am Sonnabend auf der Achterposition gute Eigenwerbung und erzielte einen Treffer.

Festlegen wird sich Jörn Schulz zu so einem frühen Zeitpunkt der Vorbereitung freilich noch nicht. Aufgrund der verbesserten Konkurrenzsituation durch Zugänge und Rückkehrer nach Verletzungen wird die Intensität im Training bis zum Start hoch bleiben. Zurücklehnen darf sich schließlich keiner. Eine gute Basis für den Trainer, der einen genauen Vorbereitungsplan verfolgt. Am Sonnabend sei die Mannschaft bewusst „im roten Bereich“ gewesen, während am kommenden Wochenende gegen Regionalligist Optik Rathenow mehr Frische im Spiel sein sollte.

„Wir wollen in dem Spiel Druck bekommen, weil uns das in der Liga ja auch erwarten wird“, blickt Schulz voraus. Ob die Partie überhaupt stattfindet, ist allerdings offen. Eigentlich ist für Optik an diesem Tag ein Punktspiel in Neugersdorf angesetzt.

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