XXII. Altmark-Masters im Hallenfußball: Nach verkorkster Hinrunde sollen die Bismarker in Beetzendorf die Köpfe frei bekommen

Budenzauber als Ablenkung für TuS-Kicker

Nach der verkorksten Hinrunde wollen die Bismarker (links Kapitän Michael Metzger) beim Masters auf andere Gedanken kommen.

cbu Bismark. Der Alltag in der Landesliga war für die Fußballer des TuS Bismark trist und grau, das Leben als Abstiegskandidat alles andere als angenehm. Da kommt für die Mannschaft von Trainer Dirk Grempler das Altmark Masters im Hallenfußball am 29. Dezember in Beetzendorf gerade recht.

„Die Jungs sollen die Möglichkeit nutzen, den Kopf frei zu bekommen“, sieht Grempler das größte Hallenfußball-Turnier der Region als willkommene Ablenkung. Es gehe dort in erster Linie um Spaß, sagt er, das Halbfinale wollen die Schwarz-Weißen aber mindestens erreichen. Jedoch ohne zu verkrampfen. „Über den Spaß findet man am besten zur Lockerheit“, glaubt der TuS-Coach. Und Spaß habe den Bismarkern das Altmark Masters immer gemacht. „Es ist ein tolles und vor allem sehr niveauvolles Turnier“, schwärmt der Übungsleiter, der sich gern an das Jahr 2007 zurückerinnert. Damals gewann Bismark nämlich das Altmark Masters – zum bislang einzigen Mal.

Ob es auch bei der XXII. Auflage für den Platz ganz oben auf dem Podest reicht, ist schwer vorherzusagen. Fakt ist: Die Ostaltmärker reisen mit einigen ausgewiesenen Hallen-Experten nach Beetzendorf. Carlo Rämke ist so einer, oder Trainersohn Philipp Grempler. Beide sind im elf-köpfigen Aufgebot dabei, mit dem der TuS anreisen wird. Fehlen wird allerdings Torhüter Christoph Strauer, der durch starke Auftritte in den zurückliegenden Jahren zwei Mal die Auszeichnung „Bester Torhüter des Turniers“ mit nach Hause nahm.

Im vergangenen Jahr schafften die Bismarker den Sprung ins Halbfinale, verloren dieses aber 1:2 gegen den späteren Titelträger 1. FC Lok Stendal. Dabei hätte Philipp Grempler fast noch den Ausgleich erzwungen, sein Schuss landete kurz vor Ende der Spielzeit aber an der Unterkante der Querlatte. Nach dem knappen Ausscheiden tröstete sich das Team schließlich mit dem Bronzerang, gewann das Neunmeterschießen um Platz drei mit 3:0 gegen Landesliga-Kontrahent Möringen.

Eine riesengroße Sorge hat Bismarks Trainer, der am kommenden Sonnabend aus privaten Gründen nicht hinter der Rundumbande stehen kann, aber: „Es soll sich möglichst niemand verletzen.“ Dirk Grempler hat einen guten Grund für seine Bedenken, erinnert er sich nur zu gut an den Sparkassen-Cup in Goldbeck im Januar dieses Jahres. Damals zog sich Steffen Rogge nach einem unglücklichen Zusammenprall eine schwere Gesichtsverletzung zu, fiel danach ein dreiviertel Jahr lang aus.

„Das Verletzungsrisiko habe ich immer im Hinterkopf, deshalb haben wir in diesem Jahr auch nur zu zwei Hallenturnieren zugesagt“, erklärt Grempler. In Beetzendorf sind die Bismarker mit dabei, das ist nicht nur für den Coach eine echte Ehrensache. „Es ist für uns in jedem Jahr eine Selbstverständlichkeit, an diesem Turnier teilzunehmen“, sagt er.

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