XXVIII. Altmark-Masters: Steven und Fabian Beck gehen sich aus dem Weg

Das Bruder-Duell fiel (noch) aus

+
Kein Bruder-Duell: Seinem älteren Bruder Steven (links) begegnete Fabian Beck lediglich auf der Tribüne. 

Beetzendorf – Im zweiten Vorrundenspiel der Gruppe A beim XXVIII. Altmark-Masters im Hallenfußball standen sich am Sonnabend der SV Liesten und der spätere Sieger Eintracht Salzwedel gegenüber. Mit dabei die Brüder Steven und Fabian Beck.

Der eine für den SVL, der andere für die Eintracht.

Zum Bruderduell ist es aber nicht gekommen, die Fotografen warteten vergeblich auf einen Zweikampf. Denn ein Beck spielte, der andere stand auf der Gegenseite hinter der Bande. Erst wenn der Bruder das Feld verlassen hatte, griff der andere für sein Team ins Geschehen ein. Das erinnerte an die beiden Klitschko-Brüder, die ihrer Mutter versprochen hatten, dass sie nie gegeneinander kämpfen werden.

Der 17-jährige Fabian Beck gewann mit Eintracht Salzwedel das diesjährige Altmark-Masters im Hallenfußball.

„Irgendwann werden wir uns auf dem Spielfeld gegenüberstehen“, ist sich der 17-jährige Fabian sicher. An ein Duell mit seinem Bruder denkt die Nachwuchshoffnung des SVE aber nicht. „Ich möchte mich in unserer ersten Mannschaft etablieren, dort Spielpraxis und Erfahrungen sammeln. Bei den Männern geht es körperlich ganz anders zur Sache, daran muss ich mich gewöhnen“, so der blonde Mittelfeldspieler, der mit der A-Jugend seines Vereins in der Landesliga aktiv ist und gegen Ende der Hinrunde zu seinen ersten drei Einsätzen im Männer-Team gekommen ist. „Fabian ist aus unserer Mannschaft nicht mehr wegzudenken. Seine Einstellung ist vorbildlich und seine Leistung stimmt“, lobt Eintracht-Trainer Helge Kietzke den Nachwuchsspieler, der mit zwölf Jahren beim SV Liesten mit dem Fußballspielen begann, in der C-Jugend zur Eintracht wechselte und sich im Mittelfeld wohlfühlt.

Steven Beck stand bereits in der F-Jugend auf dem Fußballplatz. Beim SV Brunau war Vater Dirk einer seiner ersten Trainer. Im Alter von 17 Jahren wechselte Steven dann zu Rot-Blau Sanne und steuerte in der Saison 2015/16 insgesamt 19 Treffer zum Aufstieg der Männer-Mannschaft in die Kreisoberliga bei. Der SV Liesten wurde auf den jungen Spieler aufmerksam und so wechselte er in die Landesklasse.

„Das erste Jahr war dort für mich schwierig, ich musste mich an die höheren Anforderungen erst gewöhnen“, blickt der Molitzer, der inzwischen Stammspieler im Aufgebot von Trainer Michael Piotrowski ist, zurück. In Liesten wurde Steven Beck vom Stürmer zum offensiven Rechtsverteidiger umgeschult und darf mit Erfolg Freistöße ausführen, was im Fußball bekanntlich den jeweiligen „Platzhirschen“ vorbehalten ist.

„Er hat eine enorme Physis und eine gute Schusstechnik“, meinte Fabian zu den Stärken von Steven, der seinerseits die „gute Balltechnik, ein super Auge und die gute Spieleröffnung“ seines Bruders lobt.

Am 30. März werden sich Eintracht Salzwedel und der SV Liesten in der Landesklasse wieder gegenüberstehen. Steven und Fabian sind dann wahrscheinlich mit von der Partie und wollen für ihre Vereine ihr Bestes geben. Dass die beiden Becks einmal gemeinsam für ein Team auflaufen, daran ist derzeit nicht zu denken. Beide fühlen sich in ihren Vertretungen wohl und denken absolut nicht an einen Wechsel.

Von Renee Sensenschmidt

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare