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BRS SV Stendal: Investition in die Gesundheit

Sitzball in der Sporthalle.
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Sitzball ist nur eine von vielen Sparten des Behinderten-, Reha und Seniorensportvereins Stendal e.V., der im Landkreis laut Bestandserhebung des KSB die größte Zahl an Mitgliedern verzeichnet. Dieser positive Trend wurde auch in den Vorjahren verbucht. 
  • Patrick Nowak
    VonPatrick Nowak
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Der Behinderten-, Reha- und Seniorensportverein Stendal e.V. ist mit 647 Mitgliedern der größte Verein im Landkreis. Peter Frauendienst, Sportwart des BRS SV Stendal, zeigt sich darüber erfreut und nennt die Gründe.

Stendal – Der Behinderten-, Reha- und Seniorensportverein Stendal e.V. bleibt nach der Bestandserhebung des Kreissportbundes Stendal-Altmark mit 647 Mitgliedern der größte Verein im Landkreis Stendal. Kati Schatte, Geschäftsführerin des KSB Stendal-Altmark, hatte im jüngsten AZ-Gespräch eine simple Begründung dafür, warum der Behinderten-, Reha- und Seniorensportverein wie in den vergangenen Bestandserhebungen seit einigen Jahren ganz vorne mitmischt: Es ist zum einen die Vielfalt an Sportangeboten. Der Verein verfügt über eine breite Sparte an Abteilungen. Dies reicht vom Bosseln über die „Herzgruppe“ Herz- und Hypertonie bis hin zum Sitzball oder der allgemeinen Reha.

Kurzum: Es ist für jeden etwas dabei, um sich selbst und seinem Körper etwas Gutes zu tun. Das sieht auch Peter Frauendienst so. „Ich gehe von dem Grundsatz aus, dass der Sport – egal wo sie ihn treiben – eine Investition in ihre eigene Gesundheit ist. Der Beitrag ist dafür da, dass die Leute sich bewegen und rauskommen, mit anderen kommunizieren können. Dieses Sozialverhalten ist ein Aspekt, den man dabei sehen muss.“

Ich gehe von dem Grundsatz aus, dass der Sport – egal wo sie ihn treiben – eine Investition in ihre eigene Gesundheit ist.

Peter Frauendienst (Sportwart des BRS SV Stendal)

Von der Mitgliederzahl her sei man in der Vielzahl, weiß Frauendienst, der seit 2003 fester Ansprechpartner in der Sitzball-Abteilung sowie Sportwart des Vereins ist. „Da sind aber meist auch Ältere dabei. Ältere in dem Sinne, dass das Alter irgendwann aufhört und dann ist man nicht mehr da. Trotzdem hält man die Zahlen“, zeigt sich der 69-Jährige zufrieden. Jüngere Vereinsmitglieder rücken demnach permanent nach. Das seien laut Frauendienst Gruppen der Generationen 30+ oder 40+.

Trotz der Kontinuität ist der Verein in Zeiten der Corona-Pandemie auch von Mitgliederaustritten betroffen (-2). Aber nicht so stark wie andere Sportarten. Die Schützen verbuchten laut KSB-Bestandserhebung einen Rückgang von 103 Mitgliedern, die Leichtathleten hatten indes 39 Austritte zu verzeichnen.

Vereinsabgänge haben wir natürlich auch, weil die Leute einen Beitrag bezahlen müssen, aber keinen Sport treiben können.

Peter Frauendienst

„Vereinsabgänge haben wir natürlich auch, weil die Leute einen Beitrag bezahlen müssen, aber keinen Sport treiben können – egal, ob es jetzt Schwimmen oder Gymnastik ist. Das sind Sachen, wo Leute sagen: Dann treten wir aus“, erklärt Frauendienst, der mit seinem Verein aber davon profitiert, das Sparten wie Reha oder die „Herzgruppen“ für Teilnehmer mit ärztlicher Verordnung die Statistik im Gleichgewicht halten. „Dadurch werden die Zahlen aufgefüllt.“

Im Zuge dessen steigt auch die Verbundenheit untereinander, die Abteilungen sind zu einer festen Gemeinschaft zusammengewachsen, ergänzen sich gegenseitig und halten dem Verein deshalb auch die Treue. „In manchen Gruppen ist das so, klar“, ergänzt der 69-Jährige, der mit seinen Vereinskameraden momentan in der Sporthalle nicht trainieren kann, sich aber dadurch keineswegs entmutigen lässt.

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