FUSSBALL – DFB-POKAL 1. FCM empfängt heute den SC Freiburg

„Brauchen besonderen Tag“

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Tobias Müller hat selbst schon für den SC Freiburg gespielt. Der Innenverteidiger freut sich sehr auf das heutige Wiedersehen mit dem Bundesligisten.

Magdeburg – Wer Pokal sagt, meint den 1. FC Magdeburg. Was zu DDR-Zeiten absolut wahr war, hat auch in den Nachwende-Jahren immer mal wieder seine Daseinsberechtigung gehabt.

Der Rekord-Pokalsieger vor dem Mauerfall und Europapokal-Sieger von 1974 warf im November 2000 sensationell den FC Bayern München aus dem DFB-Pokal, 2014 den FC Augsburg. Auf ein ähnliches Wunder hoffen Team und Fans auch heute Nachmittag, wenn der SC Freiburg in der MDCC-Arena zu Gast ist.

Personell kann FCM-Trainer Stefan Krämer fast aus dem Vollen schöpfen. Neben dem Langzeitverletzen Dustin Bomheuer fällt nur Sirlord Conteh aus. Rico Preißinger kann wieder auflaufen. Die Euphorie und die Motivation in der Mannschaft sei groß. „Das ist ein Highlight für uns, sich gegen eine gestandene Bundesliga-Mannschaft beweisen zu können. Wir versuchen, das Spiel zu gewinnen in dem Bewusstsein, dass es nicht einfach wird“, so Krämer.

Er gestand, ein Fan des heutigen Kontrahenten zu sein. „Für mich ist Freiburg ein cooler Club mit einem absoluten Top-Trainer.“ Doch Sympathiepunkte vergibt seine Mannschaft dennoch nicht. Krämer wird lediglich im Tor rotieren. Morten Behrens wird für Alexander Brunst auflaufen. Ansonsten werde die Elf auflaufen, die die größten Chancen habe, das Pokalspiel erfolgreich zu gestalten. Ob es die Elf sein wird, die zuletzt in Meppen den ersten Saisonsieg einfuhr, ließ er offen. Schließlich habe er mit Preißinger und Björn Rother, dessen Rot-Sperre abgelaufen ist, mehrere Optionen. Je nachdem, ob er mit Dreier- oder Viererkette in der Abwehr spielen lässt, wird er das Personal zuordnen, so der Trainer.

Krämer hat sich den SC Freiburg angeschaut und festgestellt: „Sie pressen auf unterschiedlicher Höhe und schalten dann gut um.“ Die Elf von Trainer Christian Streich habe eine ganz klare Idee und eine unheimliche Passschärfe im Kombinationsspiel. „Da brauchen wir schon einen besonderen Tag, wenn wir erfolgreich sein wollen.“ Doch während die Magdeburger nach vier Drittliga-Partien schon eingespielt sind, hat die Bundesliga noch nicht einmal begonnen. Darin liegt die Chance für die Blau-Weißen. „Unser Ziel ist, dass wir das Spiel lange offen halten und zumindest einen großen Fight bieten.“

Einer, der sich besonders auf das Spiel freut, ist Tobias Müller. Der Innenverteidiger, der am Mittwoch seinen Vertrag mit dem FCM vorzeitig verlängert hat, hat selbst einmal im Breisgau gespielt. Zu einigen seiner ehemaligen Mitspieler der U23-Mannschaft hat er auch noch Kontakt. „Ich hatte eine sehr schöne Zeit in Freiburg, auch wenn ich nur gelegentlich bei den Profis mittrainiert habe“, freut sich Müller auf das Wiedersehen.

Krämer hat seine Mannschaft bestmöglich auf das Duell mit dem Bundesligisten, das heute 15.30 Uhr angepfiffen wird, eingestellt. Elfmeterschießen wollte er indes nicht trainieren lassen. Aus elf Metern Entfernung, ohne Gegenspieler das Tor zu treffen: das beherrsche jeder Spieler. „Das ist eher die Drucksituation im Stadion. Das entscheidet der Kopf und nicht die Technik. Da geht es darum, wie stabil du in der Birne bist“, weiß der Trainer. Sind seine Schützlinge stabil genug, kann sich die These vielleicht bestätigen: Wer Pokal sagt, meint den FCM ...

VON SABINE LINDENAU

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