BOXEN Landesmeisterschaft im Visier 

1. Boxclub Altmark Stendal gut aufgestellt

Trainer Alexander Wust während einer Trainingseinheit mit Kindern und Jugendlichen
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Gibt auch abseits des Boxrings die Richtung vor: Trainer Alexander Wust, der beim 1. Boxclub Altmark Stendal Kinder und Jugendliche für die Sportart begeistert.
  • Patrick Nowak
    VonPatrick Nowak
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Im Hintergrund läuft Musik. Die Schuhsohlen quietschen auf dem Boden. Es ist viel Bewegung wahrzunehmen – auch abseits des Boxrings. Der 1. Boxclub Altmark Stendal ist wieder in der Ulli Wegner Sporthalle aktiv. Dort bereiten sich die Nachwuchsboxer auf die Landesmeisterschaft vor.

Stendal - Diese wird an den ersten beiden Oktoberwochenenden (1. bis 3. Oktober und 8. bis 10. Oktober) vom Boxverband Sachsen-Anhalt in Halle veranstaltet. Der Boxverein aus Stendal um den ersten Vorsitzenden Magnus Urban und den zweiten Vorsitzenden Christoph Schlender wird mit 15 Sportlern am Start sein. „Wir sind da stolz darauf, weil mit so vielen kein anderer Verein aus Sachsen-Anhalt kommt“, strahlt Schlender, der in der gut ausgestatteten Boxhalle das Training beobachtet, das von Alexander Wust geleitet wird. Dafür sind die Gegebenheiten im Inneren der Ulli Wegner Sporthalle vorhanden. In welche Richtung man auch schaut, schnell wird klar: Hier dreht sich alles um den Boxsport. Boxsäcke, Handschuhe und Hanteln fallen sofort ins Auge. Ähnlich auffällig ist die Präsenz der 2016 verstorbenen Boxlegende Muhammad Ali, der im Großformat während eines Faustschlags im Kampf gegen Joe Frazier die weiße Wand ziert.

Alexander Wust koordiniert das Training

Trainer Wust weiß, worauf es ankommt, wenn er den Nachwuchsboxern klare Richtlinien vorgibt. Dies erkennen auch Schlender und Urban an, die die Trainingseinheit aufmerksam verfolgen. Mehrere Nachwuchssportler legen sich begeistert ins Zeug, um wieder in Form zu kommen. Die Übungen sind anstrengend. Die Kommandos von Trainer Wust während der variablen Übungen haben einen klaren Inhalt und sind unüberhörbar. Im Verein schaut es noch besser aus, als vor der Pandemie. Urban und Schlender zeigen sich nun an vorderster Stelle für den Boxverein verantwortlich. Man habe sich neu strukturiert. Es laufe besser als vorher, stellt Schlender fest. „Die Kurse sind voll. Wir sind wieder bei locker hundert Mitgliedern.“

Magnus Urban ist zufrieden damit, wie der 1. Boxclub Altmark Stendal sich entwickelt hat.

Auch Magnus Urban ist mit der Weiterentwicklung des 1. Boxclubs Altmark Stendal, der 2015 gegründet wurde, zufrieden. Er konkretisiert Schlenders Worte zu den Mitgliederzahlen: „Wir haben mehr Mitglieder als vor Corona.“ Woran das liegt? Kurse wie Frauen- und Männerboxen werden gut angenommen. Und auch der Nachwuchs kommt nicht zu kurz. Hier hat Trainer Alexander Wust die Aufgabe, den heranwachsenden Boxern Spaß, Disziplin und die richtigen Techniken beizubringen. Schlender und Urban sehen die Fortschritte. Die Stendaler scheinen für die Landesmeisterschaften in Halle gerüstet zu sein.

Christoph Schlender (Vorsitzender 1. Boxclub Altmark Stendal) ist von Boxer Ibrahim Tataev (r.) überzeugt.

Ibrahim Tataev: Kandidat für eine Medaille

In jeder Gewichtsklasse (Schüler, Kadetten, Junioren, Jugend und Elite) wird ein Boxer des ostaltmärkischen Vereins starten. In der „Elite“ werden drei Männer antreten, worauf Schlender stolz ist. Die Vorstandsebene stellt mit Ibrahim Tataev einen Nachwuchsboxer besonders heraus. Sie traut ihm bei den Landesmeisterschaften etwas zu, obwohl er gerade einmal 16 Jahre alt ist. „Aus Jungs sind junge Männer geworden. Die haben sich toll entwickelt“, lobt Urban.

Er boxt eine Weile, hat körperlich an Größe gewonnen und einen unheimlichen Punch. Er kann es schaffen, für Stendal eine Medaille zu holen.

Christoph Schlender (Vorsitzender 1. Boxclub Altmark Stendal) über den Nachwuchsboxer Ibrahim Tateev

Schlender geht mit Blick auf den aus Tschetschenien stammenden Tataev, der 17 Siege und zehn Niederlagen aufweist, noch weiter: „Er boxt eine Weile, hat körperlich an Größe gewonnen und einen unheimlichen Punch. Er kann es schaffen, für Stendal eine Medaille zu holen.“ Kurzum: Nach der coronabedingten Bremse sind die Altmärker derzeit voll in Fahrt.

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