FUSSBALL Markus Krotki führt Liesten zum Abschied als Kapitän auf den Platz

„Bommel“ zeigt die Grenzen auf

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Markus Krotki führte in seinem letzten Spiel den SV Liesten als Kapitän auf den Platz.

Liesten – „Der Aufwand ist für mich einfach zu groß geworden, ich schaffe es nicht mehr zum Training, was sich auf meine Leistung auswirkt. Daher ist dies heute meine letzte Partie für den SVL."

Markus Krotki, der inzwischen in Hildesheim lebt, hat sechseinhalb Spielzeiten für den SV 22 Liesten bestritten, vor sechs Tagen führte er zum Abschied die Mannschaft gegen Grün-Weiß Potzehne als Kapitän auf das Feld und steuerte einen Treffer zum deutlichen 7:0-Heimsieg bei (AZ berichtete).

Der inzwischen 30-Jährige hat sich den Ruf eines knallharten Manndeckers erworben. Der Name Krotki trieb seinen Gegenspielern bereits vor dem Anpfiff so manchen Angstschweiß auf die Stirn. Die Ansage war eindeutig, bis hier und nicht weiter. Seine hohe Einsatzbereitschaft gepaart mit Willen zum Erfolg übertrug Markus Krotki stets auf seine Teamkollegen. In den Zweikämpfen hat er sich selbst nie geschont, zahlreiche Blessuren waren die Folge. Daher kam der Defensivmann auch nur auf 91 Einsätze für den SVL, bei denen er 15 Treffer erzielte und zwölf Torvorlagen gab.

Nach seinem Wechsel vom damaligen Landesligisten Eintracht Mechau nach Liesten, leistete Markus Krotki 2013 gleich seinen Beitrag zum Staffelsieg in der Landesklasse. Auch vier Kreispokal-Erfolge, aus denen zwei Begegnungen gegen den 1. FC Magdeburg resultierten, stehen in der Bilanz des Kuseyers. Eine Handverletzung war Schuld, dass Markus Krotki nur einmal gegen den 1. FCM auflaufen konnte, seine Kabinenansprache vor der Partie hat sich bei seinen Mitspielern aber fest eingebrannt. „Ich konnte mit dem SV Liesten viele Erfolge feiern, ich habe hier aber auch einen bitteren sportlichen Moment erlebt.“ Gemeint ist das Saisonfinale 2018, als der SVL nach einer 3:0-Pausenführung gegen den SSV Gardelegen in letzter Sekunde noch mit 3:4 verlor und damit den Aufstieg in die Landesliga verspielte.

Trainer Michael Piotrowski ist froh, dass er Markus Krotki in seinem Kader hatte. „Er ist ein dufter Typ, der seinen Gegenspielern die Grenzen aufgezeigt hat. Nach der Balleroberung hat er ohne Schnickschnack für eine klare Spieleröffnung gesorgt.“

Nicht nur das Abschiedstrikot mit seiner Nummer 18 und dem Aufdruck „#wir22er – Bommel“ wird Markus Krotki immer an seine Zeit beim SVL erinnern. „Liesten ist für mich mehr als nur ein Fußballverein, ich habe hier stets eine angenehme Atmosphäre erlebt“, so der gelernte Fahrzeuglackierer, der immer ein Teil der rot-weißen Familie bleiben wird.

VON RENEE SENSENSCHMIDT

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