HANDBALL – SACHSEN-ANHALT-LIGA HSG enttäuscht gegen Eiche – 23:30

Blutleer wie selten

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Seine acht Tore halfen wenig: Thomas Kuhlmann (am Ball) und die HSG Osterburg verpassten gegen Eiche Biederitz einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf der Sachsen-Anhalt-Liga.

Osterburg – Seit über zwei Monaten hatte die HSG Osterburg in der Handball-Sachsen-Anhalt-Liga nicht mehr in eigener Halle spielen dürfen. Am Sonnabend nun war die eigenartige Odyssee von fünf Auswärtsspielen in Serie vorbei

Auf heimischem Parkett empfingen die Biesestädter Tabellennachbar Eiche Biederitz.

Doch wer gedacht hatte, dass die Nordaltmärker in dieser Partie einen leidenschaftlichen Auftritt hinlegen würden, sah sich getäuscht. Osterburg bot eine seiner schwächsten Saisonleistungen und verlor verdient mit 23:30 (13:14).

„Das Spiel war eine totale Katastrophe“, konnte Spieler und Mannschaftsverantwortlicher Florian Skorz nach 60 desillusionierenden Minuten nur mit dem Kopf schütteln. Tempospiel nach vorne? Nicht vorhanden. Aggressive Verteidigung? Nicht vorhanden. „Wir haben den Gegner überhaupt nicht vor Aufgaben gestellt“, beklagte Skorz. Bezeichnend: Die HSG kassierte im gesamten Spielverlauf nicht eine Zeitstrafe. „Das zeigt, dass wir in der Verteidigung viel zu harmlos agiert haben“, so Skorz.

In der Tat hatte Biederitz speziell im zweiten Abschnitt nur wenig Mühe, zu seinen Toren zu kommen. Vor allem der Rückraum der Gäste traf nach Belieben und machte letztlich den Unterschied. Über weite Strecken des ersten Durchgangs gestaltete die HSG das Spiel noch ausgeglichen.

Lange Zeit wusste keine der beiden Mannschaften sich abzusetzen. Beim Stand von 9:7 (18.) schien Osterburg im Spiel angekommen zu sein, verpasste es aber – trotz guter Möglichkeiten – davonzuziehen. Der SV Eiche stellte in dieser für ihn brenzligen Phase auf eine 5-1-Deckung um und übernahm fortan die Kontrolle. Beim Pausenstand von 13:14 war für die Osterburger allerdings noch alles offen. Hannes Fieseler hatte mit der Schlusssirene den Anschluss hergestellt.

In der zweiten Halbzeit schwammen den Hallenherren dann jedoch die Felle davon. Lediglich zehn Treffer erzielte Osterburg nach dem Wechsel und hatte somit keine Chance, noch im Spiel zu bleiben. Da half auch die ansprechende Torhüterleistung von Mario Schrödter und Anton Feindt nichts. Sie verhinderte lediglich ein Debakel. „Es war keine Körpersprache da, keine Motivation, keine Emotion. Darüber müssen wir reden“, kündigte Florian Skorz eine gründliche Aufarbeitung des Spiels an.

HSG Osterburg (Tore): Schrödter, Götzky, Feindt - Zerrahn (4), Reichert, Prax, Kiebach (3), T. Kuhlmann (8), A. Kuhlmann, Hallasch, Dobberkau (4), Skorz, Fieseler (3), Knust (1).

VON TOBIAS HAACK

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