Handball – Verbandsliga: Ostaltmärkische Handball-Teams lassen die Saison Revue passieren

Der Blick in den Rückspiegel

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Die HSG Osterburg (r., beim Wurf Thomas Kuhlmann), die SG Seehausen (l. o., Hannes Krüger) und der HV Lok Stendal (l. u., Tim Krähe) spielten jeweils eine gute Saison. 

Altmark. Das Ende einer Saison ist immer auch die Zeit, auf die Ereignisse des vergangenen Jahres zurückzublicken und ein Fazit zu ziehen.

Die ostaltmärkischen Handball-Mannschaften können jeweils auf eine gelungene Spielzeit schauen, in der sich die HSG Osterburg am letzten Spieltag die Meisterschaft sichern konnte.

HSG Osterburg

„Wir sind fulminant gestartet und haben eine grandiose Hinrunde gespielt“, erinnert sich Uwe Knust, der Trainer der Osterburger Handballer. Doch dann gab es einen kleinen Einbruch. „Da haben wir leichte Spiele in den Sand gesetzt.“ Die Liga wurde so nochmal spannend. Allerdings bekam die HSG noch rechtzeitig die Formkurve. Zum Ende lief es wieder und mündete im verdienten Meistertitel für die HSG. Warum es aber den kleinen Durchhänger gab, hat Knust schon analysiert. Durch personelle Engpässe mussten die Leistungsträger oftmals fast durchspielen.

Die Optionen auf der Bank waren nicht gegeben. Als sich die Bank aber wieder füllte, wurden auch die Leistungen wieder besser. So kommt Knust auch zu einem rundum positiven Fazit: „Meine Jungs haben eine Top-Leistung abgeliefert.“ Nicht nur auf der Platte, sondern auch neben dem Feld gaben die HSG-Spieler alles für den Traum von der Meisterschaft. „Dienste tauschen, Doppelschichten, vom Studienort anreisen“, zählt Knust auf, welche Opfer seine Schützlinge für das große Ziel gebracht haben.

Die HSG lässt die starke Saison nächste Woche bei der Abschlussfahrt in Boltenhagen ausklingen. Ab dann beginnt allmählich die Vorbereitung und die Planung der kommenden Spielzeit in der Sachsen-Anhalt-Liga.

SG Seehausen

Die SG Seehausen kann sich ebenfalls über einen ordentlichen Saisonabschluss freuen. Spieler Alexander Söhnel bewertete die abgelaufene Spielzeit äußerst positiv: „Der fünfte Platz war besser als die Platzierung im Vorjahr.“

Söhnel machte nicht nur das verbesserte Angriffsspiel und eine stabile Defensive in der Rückrunde dafür aus, dass es für die SGS steil nach oben ging. Auch die jungen Spieler hatten einen enormen Anteil daran. „Sie haben das angenommen, was ihnen gesagt wurde und einen Leistungssprung nach oben gemacht.“

Nun gilt es, dieses erfolgreiche Gebilde für die kommende Saison zusammenzuhalten. Doch dies scheint, alles andere als leicht zu sein. Dennoch sei Seehausen bemüht, „die Spieler bei der Stange zu halten“, betonte Söhnel, der selbst 116 Treffer erzielte.

Beispielsweise wartet Arne Werneke seine Abiturergebnisse ab, Noah Bertram wird im Studium gefordert – somit bleibt die künftige personelle Zusammensetzung zunächst unklar. Fest steht dagegen, dass bei der SG weiterhin mit jungen Spielern gearbeitet werden soll, da dies nach Söhnel der richtige Weg für den Verein sei.

HV Lok Stendal

Bloß nicht wieder so eine Zittersaison! Das war der größte Wunsch der Stendaler Handballer vor der abgelaufenen Spielzeit. Und so legten sie auch los, gehörten lange Zeit sogar mit zur erweiterten Spitzengruppe. „Wir haben gut angefangen, sind in der Mitte eingebrochen und haben uns am Ende wieder gefangen“, fasst Stendals Trainer Frank Ziekau den Saisonverlauf in drei Phasen zusammen.

Es hätte sogar noch zu einer sehr guten Saison für den HV Lok werden können. Letztlich aber wurde Ziekaus Urteil durch zwei unnötige Unentschieden in den letzten beiden Spielen getrübt. „Für mich gibt es keine Unentschieden. Das ist wie eine Niederlage.“

Dennoch aber ist Ziekau zufrieden mit der Leistung seiner Spieler im Spieljahr 2017/2018. Mit Abstiegssorgen hatten sie nur kurzzeitig zu kämpfen. „Im März war es ganz schön eng“, blickt der Trainer zurück. Zwei Zähler trennten die Stendaler nur noch vom Tabellenkeller. Brisant wurde es aber nicht. Der HV Lok sammelte wieder Punkte und kehrte in ruhige Gewässer zurück.

Von Patrick Nowak und Michael Theuerkauf

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