Handball: Bundesligist SC Magdeburg erwartet nach der Pokalpleite die Füchse Berlin

Der Blick ist nach vorn gerichtet

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Keeper Jannick Green war im Pokalspiel des SC Magdeburg gegen den THW Kiel zumindest in der ersten Halbzeit ein enorm starker Rückhalt und zeigte einige glänzende Paraden.

Magdeburg. Sie wollten die Schmach von Minden vergessen machen. Auch wenn sie am Ende als Verlierer von der Platte gingen, so ist es den Handballern des SC Magdeburg dennoch gelungen, sich von ihrer starken Seite zu zeigen.

Doch der Traum von einem erneuten Pokalmärchen ist schon im Achtelfinale ausgeträumt. Gegen den THW Kiel mussten sich die Schützlinge von Bennet Wiegert Mittwochabend vor heimischer Kulisse in der GETEC-Arena in einem hart umkämpften Spiel mit 21:22 (11:10) geschlagen geben.

„Schaffen wir diese Leistung in jedem Spiel über 60 Minuten so abzurufen, können wir bestimmt jede Mannschaft schlagen“, Bennet Wiegert wirkte nach der Niederlage geknickt, nahm aber die positiven Dinge mit. Balsam wollten sich die SCM-Handballer im Pokalkracher gegen den THW Kiel nach der Blamage von Minden auf die schwer getroffene Seele legen. Das ist ihnen zwar nicht vergönnt gewesen, auf ihr Auftreten können sie aber stolz sein. Auch wenn in den entscheidenden Momenten die nötige Kaltschnäuzigkeit fehlte.

Die 6.247 Zuschauer verwandelten die Arena von Beginn an in einen Hexenkessel, standen hinter ihrem Team und peitschten es nach vorn. Die Wahnsinnsstimmung trug sicher dazu bei, dass die Magdeburger in der ersten Hälfte konzentriert und leidenschaftlich agierten. Sie gaben keinen Ball verloren. Jannick Green als starker Rückhalt im Tor sowie eine sichere und energisch agierende Defensive machten es den Kielern schwer. Nur in der Offensive lief es nicht ganz so rund. Zur Pause stand dennoch das verdiente 11:10.

Zurück aus der Kabine wirkte der SCM plötzlich lethargisch und fand überhaupt nicht ins Spiel. Das nutzten die Gäste eiskalt aus, lagen in der 42. Minute mit drei Toren in Front (15:18). Es war nicht so, dass die Grün-Roten nun keine Möglichkeiten mehr hatten. Doch sie konnten sie einfach nicht nutzen. Drei verworfene Siebenmeter und etliche offene Würfe, die daneben gingen, sorgten für Frust auf den Rängen. Zwei Minuten vor Schluss verkürzten die Gastgeber auf 21:22 und kamen sogar noch zu einem letzten Angriff. Doch die Zeit war vorbei, genau wie der letzte Wurf von Weber.

Auch wenn der Schmerz über die Niederlage noch tief sitzt, der Blick von Wiegert ist bereits auf den kommenden Sonntag gerichtet. Dann erwartet der SCM die Füchse Berlin. Zumindest kämpferisch soll dann die Leistung abgerufen werden wie am Mittwochabend, wünscht sich der Coach nach dieser nervenaufreibenden und emotionalen Partie. Nach dem vorzeitigen Pokalaus kann sich die Magdeburger Mannschaft nun erstmal voll auf die Bundesliga konzentrieren.

• SC Magdeburg: Green, Fink - Musche (2 Tore), Weber (8), van Olphen, Damgaard (2), Lemke, Bezjak, Christiansen (1), Zelenovic (5), Musa (1), Bagersted (1), O’ Sullivan, Grafenhorst (1).

Von Sabine Lindenau

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