FUSSBALL – OBERLIGA: Morgen Abstiegskrimi in Wismar

Bleibt Lok Stendal dran?

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Erinnert sich gerne ans Hinspiel: Lok Stendals Sebastian Hey (l.) gewann zu Hause 2:0 und will beim morgigen Wiedersehen bei Anker Wismar ebenfalls punkten.

Wismar/Stendal – Der abstiegsbedrohte Fußball-Oberligist 1. FC Lok Stendal kann es noch aus eigener Kraft schaffen. Die Rede ist vom Klassenerhalt. Angenehmer werden die anstehenden Aufgaben nicht. In Stendal ist das Szenario allen Beteiligten bewusst: Es müssen Siege her.

So auch am morgigen Sonnabend. Dann reist Lok-Trainer Jörn Schulz mit seiner Mannschaft zum Auswärtsspiel beim FC Anker Wismar. Anpfiff ist um 14 Uhr. Beide Teams trennen im Tabellenkeller lediglich zwei Zähler. Wer dieses Duell für sich entscheidet, bleibt zumindest eine weitere Woche am Leben. Stendal fährt mit zwei Vorteilen nach Wismar. Der Gegner verlor zuletzt 0:5 gegen Staaken. Und Lok gewann das Hinspiel 2:0.

Doch der 1. FC Lok Stendal ist nicht der einzige Verein aus dem Tabellenkeller, der ein direktes Abstiegsduell zu absolvieren hat. So kann sich der SC Staaken (13. Platz/29 Punkte) beim abgeschlagenen Tabellenletzten Malchower SV eine bessere Position in der Abstiegszone verschaffen. Der auf Platz 15 stehende Brandenburger SC Süd (28) empfängt den Torgelower FC Greif. Zudem stehen sich der Tabellenzehnte SV Altlüdersdorf (32) und der Zwölfte FC Strausberg (31) gegenüber.

Jörn Schulz und seine Mannschaft dürfen sich aber nicht von Nebenschauplätzen beirren lassen. Der Fokus gilt voll und ganz der eigenen Aufgabe in Wismar. Das hebt auch Stendals Mittelfeldspieler Steven Schubert hervor. „Man muss darauf achten, dass man sein eigenes Spiel macht und darf nicht großartig auf die Konkurrenz schauen.“ Die Stimmung in der Mannschaft ist vorhanden. Alle verfolgen dasselbe Ziel im Saisonendspurt. „Wir haben jetzt ganz, ganz wichtige Spiele in Wismar und Malchow zu Hause. Wir haben es immer noch in der Hand“, weiß Trainer Schulz.

Die Begegnungen mit Wismar und Malchow könnten beim 1. FC Lok Stendal den entscheidenden Kurswechsel geben, in welche Richtung es geht. Schulz ist wie das Team, das sich in den vergangenen Wochen vermehrt stabilisiert zeigte, positiv gestimmt. „Ich glaube, die Jungs haben unwahrscheinlich viel in den letzten Wochen gearbeitet. Und die müssen sich irgendwie belohnen und die Klasse halten. Dafür werden wir alles tun“, sagt Loks Trainer.

Hoffnung macht die Leistung beim jüngst verlorenen Heimspiel gegen den Spitzenreiter SV Lichtenberg (AZ berichtete). Auch wenn nach Abpfiff ein 0:2 auf der Anzeigetafel stand, fand Schulz brauchbare Phasen im Spiel seiner Elf, um sie auch in Wismar umzusetzen. „Wir haben versucht, das zu machen, was in unseren Möglichkeiten ist. Das sind nun mal die Basics. Dieses Kämpfen, Verteidigen und auch mutig sein mit Ball.“ Lok wird in Wismar neben der richtigen Einstellung auch eben diesen von Schulz eingeforderten Mut zeigen müssen, um zumindest ein Tor mehr zu schießen als der Gegner Anker Wismar. Mit dabei helfen sollen die Verteidiger Tim Schaarschmidt und Philipp Groß, die nach ihren verbüßten Gelbsperren wieder zurückkehren werden.

Vermutliche Startelf des 1. FC Lok Stendal: Kycek - Groß, Hey, Schaarschmidt, Mahrhold - Baudis - Buschke, Schubert, Erdmann, Krüger - M. P. Schmidt.

VON PATRICK NOWAK

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