Fußball-Landesliga: Schwarz-Weiße gewinnen kampfbetontes Altmarkderby gegen die Saxonen 1:0

Bismark ringt Tangermünde nieder

Es war das wie erwartet hart umkämpfte Altmarkderby. Bismarks Christoph Grabau (links) sah sich des Öfteren in seinen Zweikämpfen Nils Lautenschläger vom FSV Saxonia Tangermünde gegenüber. Grabau legte zudem den 1:0-Siegtreffer von Carlo Rämke auf.
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Es war das wie erwartet hart umkämpfte Altmarkderby. Bismarks Christoph Grabau (links) sah sich des Öfteren in seinen Zweikämpfen Nils Lautenschläger vom FSV Saxonia Tangermünde gegenüber. Grabau legte zudem den 1:0-Siegtreffer von Carlo Rämke auf.
  • VonFalk-Stéphane Dezort
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Bismark. Seit Wochen wurde dieses Spiel mit Spannung erwartet. Die Tabellensituation beider Mannschaften vor der Partie, TuS Schwarz-Weiß Bismark (13. ) gegen Saxonia Tangermünde (11. ), machte die sowieso schon äußerst prestigeträchtige Begegnung noch wichtiger und wertvoller.

Für beide ging es um überlebenswichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg aus der Landesliga. Beide Teams hatten im bisherigen Saisonverlauf schon die Derbys gegen den Tabellenletzten Kreveser SV siegreich gestaltet und wollten unbedingt das zweite Mal als Derbysieger vom Platz gehen. FSV-Coach Steffen Lenz erwartete deshalb schon im Vorfeld „eine harte Partie“.

Diese sollte er im Bismarker Waldstadion von der ersten Minute an zu sehen bekommen. In der Anfangsphase spielte sich wenig fußballerisches in den Angriffsdritteln ab. Das Schiedsrichtergespann um Benedict Ohrdorf bekam vor 116 Zuschauern gewaltig zu tun. Oftmals versprangen in Offensivbemühungen die Bälle, auf Kurzpassspiel wurde auf beiden Seiten generell verzichtet und die langen Bälle in das Sturmzentrum fanden nur in den seltensten Fällen einen passenden Abnehmer. So war es auch nicht verwunderlich, dass die ersten Torchancen aus ruhenden Bällen resultierten. Nach etwas mehr als 20 Minuten musste Thomas Schreiber im Tangermünder-Kasten das erste Mal zupacken, als ein Freistoß der Hausherren den Weg über die Mauer gefunden hatte.

Gegen Ende des ersten Spielabschnitts nahmen die Fehler in den Defensivreihen zu, sodass erst Tangermündes Lars Korte zu einem gefährlichen Abschluss kam (38.) und nur vier Minuten später das Leder im Netz zappelte. Allerdings auf der anderen Seite. Im Anschluss eines Fouls an Bismarks Alexander Mayer entschied Ohrdorf auf Vorteil. Christoph Grabau reagierte gedankenschnell und flankte die Kugel in die Gefahrenzone zu Carlo Rämke, der den Ball nur noch über die Linie drücken musste. „Es ist schade, dass wir durch einen Fehler kurz vor der Pause bitter bestraft werden und wieder ins Hintertreffen gelangen“, analysierte FSV-Coach Steffen Lenz die spielentscheidende Szene. Mit dem Abpfiff des ersten Durchgangs wähnten sich die Gäste im Glück, als das Unparteiischen-Gespann eine vermeintliche Tätlichkeit von Christopfer Theele übersahen.

Nach dem Seitenwechsel änderten sich die Spielanteile im Waldstadion. Die Gastgeber aus Bismark kamen besser in den Durchgang und initiierten sich durch Daniel Grützmacher die erste Chance (61.). Mit zunehmendem Spielverlauf wurden die Gäste nervöser und warfen alles nach vorne. „Wir wollten mit unseren großen Leute und langen Bällen noch etwas bewirken“, so Lenz. Die Möglichkeiten hatte aber Bismark. Nach einem Konter umkurvte der eingewechselte Max Voigt Thomas Schreiber, doch sein Abschluss aus spitzem Winkel wehrte der zurückgeeilte Sebastian Bäther vor der Linie ab. „Ich hätte mir gewünscht, dass wir die Konter besser ausfahren. Dann gehen wir ruhiger ins Ende“, haderte TuS-Trainer Dirk Grempler mit der Chancenverwertung. Doch es blieb beim 1:0-Heimerfolg für seine Mannschaft. „Wir haben über den Kampf die drei Punkte geholt. Tangermünde hatte kaum eine Chance“, so Grempler freudestrahlend.

• Tor: 1:0 Carlo Rämke (42.)

Von Falk-Stéphane Dezort

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