FUSSBALL – LANDESLIGA: Trainer Dirk Grempler schließt Relegation aus

Bismark so gut wie gerettet

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Coachte in seinem letzten Heimspiel: Bismarks Trainer Dirk Grempler ist sich sicher, dass seine Mannschaft den Landesliga-Abstiegskampf überstanden hat.

Bismark – Das jüngste Spiel in der Fußball-Landesliga mit Beteiligung des TuS Schwarz-Weiß Bismark könnte einem Beobachter bekannt vorkommen. Spannung und ein offener Ausgang, der letztlich im Schwarz-Weißen Freudentaumel endete.

So auch am vergangenen Sonnabend beim Heimspiel gegen den direkten Abstiegskonkurrenten VfB Ottersleben.

Nach einer Ecke brauchte es in der wichtigsten Bismarker Spielszene mehrere Versuche, ehe Felix Knoblich mit dem 1:1 seiner Elf den Punkt sicherte. Der TuS Bismark hat zehn Zähler Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Neun Punkte sind bei drei ausstehenden Begegnungen noch zu vergeben. Trainer Dirk Grempler ist sich ziemlich sicher, dass sein Team den Abstieg vermieden hat. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass es bis Platz zwölf geht mit der Relegation. Eigentlich kann nichts mehr passieren.“

Somit dürfte Grempler, der zum Saisonende nach 15 Jahren als verantwortlicher Trainer in Bismark aufhört, in seinem letzten Heimspiel einen versöhnlichen sportlichen Abschied bekommen haben. Eine rührende Verabschiedung hatte es im Anschluss an das Ottersleben-Spiel abseits des Platzes gegeben. Es folgte eine tolle Geste, als die Bismarker Spieler ein großes Plakat mit einem Grempler-Bild hervorholten und einfach mal ganz herzlich „Danke“ sagten.

Dabei hätten sich die Spieler auch selbst danken können, da sie sich nach einem schweren Jahr selbst zurückkämpften. „Wir haben gezeigt, dass wir gegen Mannschaften von oben mithalten können und dass die Mannschaft das Niveau hat, um fußballerisch mitzuspielen.“

Der Platz über dem Strich, auf dem der TuS Bismark drei Spieltage vor Saisonende steht, ist nach Gremplers Einschätzung „absolut verdient.“ Der Entwicklungsprozess mit dem selten einfachen Verlauf einer belastenden Saison sieht der scheidende Coach auch als Vorteil für seine Spieler: „Man sieht, dass die Mannschaft gereift ist.“

Entscheidend war, dass die von Verletzungssorgen gebeutelte Mannschaft nicht vollständig resigniert hat. Größtenteils stand da immer ein echtes Team auf dem Platz. „Wir hatten ein gutes Trainingslager, das die Mannschaft zusammengezogen hat“, weiß der Coach. Grempler sei stolz darauf, mit so vielen Spielern aus dem Bismarker Umfeld arbeiten zu können. Besonders die jungen Timon Motejat und Lars Kujawski hätten sich bewiesen. Das ist der Weg der Schwarz-Weißen. Seit Jahren. Viel wird sich daran nicht ändern. Selbst wenn Dirk Grempler die erste Herrenmannschaft nicht mehr als Trainer betreuen wird. „Daran werden wir festhalten“, sagt Dirk Grempler und ist optimistisch für die Zukunft des TuS gestimmt: „Wir haben einen guten Kader für die neue Saison.“

Die aktuelle Spielzeit muss noch beendet werden. Dabei kann Bismark die kommenden Aufgaben etwas lockerer angehen. Ein Umstand, der nach dem ganzen Druck im Abstiegskampf ungewohnt sein dürfte. Grempler sieht diese Kehrtwende nach den gemeisterten Aufgaben als völlig berechtigt an. „Der Fußball hat gezeigt, dass es eine andere Seite gibt. Diese Seite trifft auch auf uns zu“, meint Grempler. Am kommenden Sonnabend geht es für den TuS Bismark zum SV Irxleben, ehe das Wochenende darauf Warnau zum Derby anreist.

VON PATRICK NOWAK

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