FUSSBALL – LANDESPOKAL: Starke Vorstellung gegen Oberligisten wird nicht belohnt

Bismark ärgert Bernburg – aber verliert 0:2

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Dauerhaftes Stören: Steffen Rogge (r.) und der TuS Bismark ließen Bernburg um Nico Gereke kaum Platz. 

Bismark – „Hundertprozentig zufrieden bin ich nicht mit unserer Leistung, weil wir ein, zwei Möglichkeiten vom Gegner zu viel zugelassen haben.“

Tobias Donath, Trainer des Fußball-Oberligisten TV Askania Bernburg, staunte am Sonnabend nicht schlecht über die Fähigkeiten des TuS Schwarz-Weiß Bismark. Am Ende ging der altmärkische Landesligist in der zweiten Runde des Landespokals leer aus. Trotz des 0:2 (0:0) konnte Bismark stolz auf sich sein. „Wir haben ein hervorragendes Fußballspiel gemacht“, konnte Trainer Christoph Grabau seinen Spielern nichts vorwerfen. Letztlich ärgerte sich der TuS nur über das Ergebnis. Auf die starke Vorstellung kann künftig sicherlich aufgebaut werden.

Die Gastgeber begannen in einem 4-3-2-1-System. Und genau das sollte Bernburg vor Probleme stellen. Bismark machte die Zentrale zu und die Räume eng. Folge: Der Elf von Tobias Donath fiel nicht viel ein. Der TuS beeindruckte in erster Linie durch Disziplin, Kampfgeist und Coolness. Grabaus Elf unterliefen keine Fehler. Von Nervosität war keine Spur. Der TuS zeigte sich aber auch offensiv. Carlo Rämke kombinierte mit Kapitän Michael Metzger, der auf links Sergei Bulatov fand. Der bulgarische Neuzugang visierte die lange Ecke an – vorbei (21.).

Bernburg wirkte ideenlos und hatte Probleme im Spielaufbau. Ein Klassenunterschied war in der ereignisarmen ersten Halbzeit nicht zu sehen. Rämke vergab dann die beste Chance vor der Pause. Bulatov spielte ihn in der Mitte an, er scheiterte am Bernburg-Keeper (45.). Mit 0:0 ging es in die Kabinen. Dabei war mehr drin.

Im zweiten Durchgang machte Bismark weiter. Metzger gelang ein Abschluss (51.). Die Hausherren waren immer noch gut im Spiel. Bis zur 60. Minute. Dann setzte Franz Bochmann einen Freistoß an die Latte – Hannes Gust wäre chancenlos gewesen. Der Angriff wurde nicht geklärt, was Konsequenzen hatte. Hector Rodriguez köpfte nach Flanke von links ein – 0:1 Bernburg (60.).

Im Gegenzug hatte Philipp Grempler das 1:1 auf dem Fuß. Doch der Gäste-Keeper stand im Weg (61.). Bismark rannte an. Ohne Glück. Der Oberligist war abgezockter und schoss zweimal drüber, ehe Bochmann das 0:2 folgen ließ (87.). Rämke hätte verkürzen können, traf den Ball aber nicht. Es blieb beim 0:2. „Das ist typisch David gegen Goliath“, haderte Bismarks Trainer Grabau.

pno

Tore: 0:1 Hector Rodriguez (60.), 0:2 Franz Bochmann (87.).

TuS Bismark: Gust - Mayer, Neumann, Sikulskyi, T. Motejat - Metzger, Kroschel, Gagelmann (66. Kujawski) - Rämke, Bulatov - Grempler (77. S. Rogge).

Bernburg: Heidel - Salis, Podleska, Rodriguez, Gereke - Becker, Hadaschik - Bochmann, Weber (66. Gerwien), Hinrichsmeyer - Heric.

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