650 Zuschauer kommen beim Handball-Testspiel in Seehausen auf ihre Kosten

HSV bietet die große Show

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Matthias Spöttle (rechts) schlüpfte im zweiten Durchgang in das Trikot von Pascal Hens, der leicht angeschlagen vom Platz ging.

Seehausen. In Freundschaftsspielen zwischen Profi-Teams und unterklassigen Vereinen hat in der Regel keiner der Beteiligten etwas zu verlieren.

Spaß und Unterhaltung sollen im Vordergrund stehen, so auch am Donnerstagabend in der Wischelandhalle, als der HSV Hamburg den Fünftligisten SG Seehausen vor 650 Zuschauern mit 50:31 (20:13) bezwang.

Bereits vor der Partie gaben sich die Gäste, die im Verlauf des Spieltags schon zweimal hart trainieren mussten, betont locker. Ihr Trainer Jens Häusler – ein gebürtiger Uelzener – gab ein entspanntes Interview, Frauenschwarm Torsten Jansen unterbrach die Erwärmung für ein Foto mit einem weiblichen Fan. Pünktlich zum Anwurf war dann aber Schluss mit lustig.

Torsten Jansen (Mitte) ist mit seinen 38 Jahren zwar nicht mehr der Jüngste, aber die schönsten Treffer wirft der Hamburger Weltmeister von 2007 immernoch. Hier bestaunen Seehausens Philipp Arndt (links) und Sebastian Kramer (rechts) ein Lupfer-Tor.

Die Hamburger legten engagiert los, konnten sich aber dennoch nicht so schnell von der SGS absetzen. Seehausen spielte mutig auf und wurde mit frühen Toren belohnt. Bis zum 3:3 durch Philipp Arndt war die Partie offen. Erst danach zog Hamburg auf 3:5 und 4:6 davon. Seinen Vorsprung baute der Bundesligist fortan kontinuierlich aus, doch Seehausen durfte trotzdem Höhepunkte im Minutentakt bejubeln. Nachwuchs-Torwart Christopher Nöring parierte einen Siebenmeter von Petar Djordjic (13.), Christian Werneke gelang ein Traumtor per Hüftwurf (14.) und A-Junior Lukas Philipp kam ebenfalls zu seinem Erfolgserlebnis.

Nur einmal wurde es ruhig in der stimmungsvollen Halle. Christian Söhnel ging Hamburgs Davor Dominicovic zu hart an, woraufhin dieser kurz behandelt werden musste. Gäste-Kapitän Pascal Hens sagte daraufhin Söhnel seine Meinung. Mit der Pausensirene war dieser Zwischenfall allerdings wieder vergessen. Halbzeitstand: 13:20.

Im zweiten Abschnitt betrat dann mit Johannes Bitter nach Jansen und Hens auch der dritte Weltmeister von 2007 das Spielfeld. Es begann ein Durchgang der großen Show, zu deren Höhepunkt Hens und Jansen ihre Trikots an Matthias Spöttle und Daniel Cornehl abtraten. Beide Seehäuser agierten nun mit den Profis und kamen sogar zu Torerfolgen. Spektakulärster Mann auf dem Platz war aber HSV-Linksaußen Jansen, der die meisten Treffer erzielte (elf) und das Publikum mit Drehern und Rückhandtoren zum Staunen brachte.

Nach der Partie standen die Hamburger dann noch für Fotos und Autogramme zur Verfügung, so dass wie erhofft alle Teilnehmer des Abends zu Gewinnern wurden.

• SG Seehausen (Tore): Nöring, Kramer, Johannes - Hennigs (1), Mittag (2), Spöttle (2), Weber (2), A. Söhnel (4), C. Söhnel (3), Werneke (5), Neuschel, D. Cornehl (4), Fiedler (1), Arndt (5), Philipp (2).

• HSV Hamburg: Bitter, Herrmann - Schröder (4), Simicu (4), Jansen/D. Cornehl (11), Flohr (1), Herbst (5), Djordjic (2), Hanisch (6), Brauer (9), Hens/Spöttle (4), Dominicovic, Pfahl (4), Feld.

Von Tobias Haack

Fotos vom Spiel

Handball: SG Seehausen gegen HSV Hamburg

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