Technisch starke Teams verzücken beim Pape-Cup Fans und Verantwortliche

Bestmöglicher Unterricht

Die Gruppe des 1. FC Lok Stendal hatte es in sich. Borussia Dortmund gewann das Turnier im vergangenen Jahr. Die TSG Hoffenheim und Hertha BSC setzten am Wochenende die Maßstäbe. Foto: Haack

Magdeburg. Der Ball lief, es wurde nicht gebolzt und es war viel Tempo im Spiel. So kann (Jugend)Fußball aussehen. Die Kicker, die da am Wochenende in der GETEC-Arena aufliefen, haben die Basisausstattung eines erfolgreichen Fußballers zumeist schon intus.

„Jetzt wissen wir, wo wir hin müssen“, sagte Steffen Peters nach dem Anschauungsunterricht mit Praxisbezug. Seine Jungs vom 1. FC Lok Stendal durften schließlich bei XV. Pape-Cup in Magdeburg mitspielen und schlugen sich achtbar (siehe Artikel unten). Bei der inoffiziellen deutschen U15-Hallenmeisterschaft waren die Talentschmieden der Bundesligisten zu Gast, der Sieger Hertha BSC Berlin spielte den besten Ball.

So viel guter Fußball, so viele Eindrücke. „Das muss man erstmal verarbeiten“, befand der Coach des Stendaler Amateur-Nachwuchses. Die Kicker aus den Nachwuchsleistungszentren, die auf Rasen in den Regionalligen höchstklassig um Punkte spielen, präsentierten den 8000 Zuschauern an zwei Tagen überwiegend, was in jungen Fußballerjahren schon möglich ist. Technisch gut ausgebildete Spieler sind Standard. Peters war erstaunt über die „spielerische Klasse“ der jungen Akteure. Es zeigte sich aber auch, dass bei vielen Mannschaften Fußballer über die Athletik kommen. Der Stärkere setzt sich durch. Im Gegensatz dazu mischten viele kleine, wuselige Kicker das Feld auf. Gerade in der Halle ein Vorteil.

Doch es waren nicht nur die großen Klubs wie der Hamburger SV, die siegreiche Hertha oder die finanzstarken Vertretungen aus Hoffenheim oder Wolfsburg, die überzeugten. Auch der FC Augsburg oder der für technisch starken Nachwuchs bekannte SC Freiburg machten ihrem Ruf als Top-Adresse im Bereich Talentförderung alle Ehre. Enge Ballführung, temporeiche Dribblings, clevere Spielanlagen, sauberes Passspiel. Die Top-15 des Turniers hatten einiges zu bieten und bewegten sich in ihren Duellen zumeist auf Augenhöhe. In zahlreichen Partien entschieden somit das Glück und die Tagesform. Es war wie in jedem Jahr: Wer den Pape-Cup gewinnen möchte, muss zwei perfekte Tage erwischen. „Die Qualität ist wirklich gut. Wir wussten, dass es schwierig wird, ganz vorne reinzurutschen“, bestätigte auch Frankfurt-Coach Samad El Messaoudi gegenüber der AZ diesen Eindruck. Unter dem Strich waren es also nicht nur die Stendaler, die viel aus Magdeburg mitnahmen.

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Von Benjamin Post von Tobias Haack

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