Fußball – Vierfach-Torschütze sorgt für den 4:1- Erfolg im Altmark-Pokal gegen den SV Liesten

Becker lässt Arneburg jubeln

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Bierdusche und Jubel im Goldglitzer-Regen: Die Landesklasse-Fußballer von Rot-Weiß Arneburg stemmten nach dem 4:1-Sieg gegen den SV Liesten den Altmarkpokal in die Höhe.

Uchtspringe. „Ich bin sprachlos. Es ist so super gelaufen, das hätte ich nicht gedacht. “ Markus Becker war der Mann des Spiels.

Der Stürmer von Rot-Weiß Arneburg sorgte am Freitagabend vor rund 300 Zuschauern auf der Heinz-Förster-Sportanlage in Uchtspringe mit seinen vier Toren beim 4:1-Erfolg gegen den SV Liesten für Jubel unter den mitgereisten Fans.

Und natürlich auch innerhalb seiner Mannschaft. Der 22-Jährige hatte dann auch die Ehre, den großen Wanderpokal als Erster in die Höhe zu stemmen. „Wenn man Glück hat, dann läuft es einfach“, meinte Markus Becker lächelnd und dachte dabei vor allem an seinen starken Lupfer, mit dem er Liestens Schlussmann Jonathan Gehrke, der rausgelaufen war, lässig überwand und zum 4:0 einnetzen konnte.

Nur gut zwei Monate nach dem Gewinn des Kreispokals sicherte sich die Mannschaft von Mario Bittner erneut einen Cup. „Für das Selbstvertrauen war das heute Gold wert“, meinte der Trainer nach Abpfiff. „Wir wollten gewinnen. Die Jungs haben den Schlachtplan eingehalten und verdient gewonnen“, fasste er zusammen. Minuten später lagen sich Spieler und Betreuer in den Armen und jubelten.

Gleichwohl Arneburgs Coach die Liestener in der Favoritenrolle sah, war es seine Mannschaft, die die Partie von Beginn an dominierte. Die Rot-Weißen störten den Spielaufbau der Westaltmärker früh. In der 7. Minute tauchte Markus Becker erstmals gefährlich vor dem Liesten-Tor auf, verpasste die Chance zur Führung allerdings. Auf der Gegenseite wurde es in der 20. Minute gefährlich, doch Liestens Schuss ging knapp am Kasten von Tobias Maier vorbei. Nur zwei Minuten später traf Becker dann zur durchaus verdienten Arneburger Führung. „Es war ein überragendes Gefühl, als der Schuss drin war“, freute sich der Schütze nach Abpfiff immer noch riesig. Liesten, wachgerüttelt durch den Gegentreffer, agierte nun mit höherem Tempo, doch der letzte Pass wollte nicht ankommen. So mussten die Favoriten kurz vor dem Pausenpfiff auch noch das 2:0 für die Elbestädter verkraften.

Nach der Pause setzte die Mannschaft von Trainer Michael Piotrowski alles auf den Anschlusstreffer. So ergaben sich natürlich mehr Räume für die Gegner, die die Liestener Fehler eiskalt bestraften. Schon sechs Minuten nach Wiederanpfiff ließ Markus Becker die mitgereisten Fans erneut jubeln, als er zum 3:0 traf. Am sehenswertesten war dann aber sein Lupfer, der in der 60. Minute das 4:0 und damit die frühzeitige Entscheidung bedeutete. Der SV Liesten kam in der 87. Minute durch Sebastian Kordus nur noch zum Ehrentreffer und musste die Überlegenheit der Arneburger anerkennen.

„Wir wollten zu null spielen. Schade, dass wir noch ein Gegentor bekommen haben“, blieb Mario Bittner nicht ganz kritiklos. Dennoch zollte er seiner Elf große Anerkennung. Liesten sei in der Saison für ihn dennoch der Favorit. Dass die Westaltmärker nach der deutlichen Niederlage enttäuscht waren, konnten sie auch bei der Siegerehrung nicht verbergen. Nachdem sie ihre Medaillen erhalten hatten, verließen sie direkt die Tribüne. Anders die Sieger, die ihrer Freude mit Bierduschen und Freudengesängen Ausdruck verliehen.

„Für mich hätte es bislang nicht besser laufen können“, blickte der Mann des Spiels auf die Saisonvorbereitung zurück. In sechs Testspielen hat Becker 14-mal getroffen. „Ich bin so stolz, Teil dieser Mannschaft zu sein“, sagte er. Obwohl er einer der Jüngsten im Team ist, ist er einer der Leistungsträger. Und: Er kann immer auf Unterstützung aller setzen. Auch ein Rezept der Arneburger Pokalerfolge.

• Tore: 1:0, 2:0, 3:0, 4:0 Markus Becker (22., 45., 51., 60.) 4:1 Sebastian Kordus (87.).

• Rot-Weiß Arneburg: T. Maier - Kiefel, Becker (78. Hass), Gebauer, J. Maier (71. Bensberg), Huchthausen (17. Wiechmann), Nix, Nagel, Bünnig, Müller, Winkelmann.

• SV Liesten: Gehrke - Bresch, R. Mangrapp, Kordus, Galkowski, Bierstedt, Krotki (75. Steckmann), Müller, He. Glameyer, Benecke (46. Ha. Glameyer), Beck.

• Mehr Fotos finden Sie in der Online-Galerie

Von Sabine Lindenau

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