Fußball-Landesliga: Bismark trifft gegen Börde einfach nicht – 0:2 (0:1)-Pleite

Ausgeprägte Tor-Allergie

Das gegnerische Tor ist wie vernagelt. Auch für Bismarks Stürmer Steffen Rogge (links). Philipp Grempler (rechts) war bei der 0:2-Niederlage gegen den MSV Börde der Unglücksrabe. Der schob das Leder am leeren Kasten vorbei. Foto: Buchholz

Bismark. Das einzig Positive am Wochenende für den TuS Bismark: Alle Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Landesliga haben ebenfalls verloren. Das tröstete die Mannschaft von Trainer Dirk Grempler zunächst aber herzlich wenig.

Sie unterlag am Sonnabend im heimischen Waldstadion gegen den abgezockten Magdeburger SV Börde mit 0:2 (0:1) und befindet sich weiter in akuter Abstiegsgefahr.

Mangelndes Engagement wie am Mittwoch gegen Möringen konnte man den Ostaltmärkern nicht vorwerfen. Sie übernahmen von Beginn an die Initiative und tasteten sich immer wieder in den gegnerischen Strafraum vor. Dort zeigte sich aber in schöner Regelmäßigkeit, woran es den Schwarz-Weißen in dieser Seuchen-Saison vor allem fehlt: Kaltschnäuzigkeit und die nötige Portion Glück vor dem gegnerischen Kasten. Carlo Rämke (5., Oberkante Latte) und Steffen Rogge (24.) hatten zum Beispiel keinen Erfolg.

Im Stile einer Spitzenmannschaft zeigten die Magdeburger, wie es besser geht. Die erste sauber herausgespielte Chance führte gleich zum 1:0 durch David Berlin, zehn Minuten später sorgte Bismarks Keeper Hannes Gust dafür, dass es zur Halbzeit nicht schon 0:2 aus Gastgeber-Sicht stand. Er parierte einen Schuss von Marcus Mähnert, der wunderbar von David Berlin freigespielt wurde.

Der MSV Börde wurde in der zweiten Halbzeit etwas aktiver, ließ die Bismarker aber weiter das Spiel machen. Das wäre in der 59. Minute fast ins Auge gegangen, als Philipp Grempler sich nach einem Pass von Carlo Rämke gegen zwei gegnerische Spieler durchsetzte und auch den Torwart austanzte – das Leder aber aus unerklärlichen Gründen am leeren Kasten vorbeischob. Vater Dirk auf der Trainerbank konnte es nicht fassen: „Wir haben klare Chancen, machen sie aber nicht. Deshalb stehen wir da unten drin.“ Und wenn sich das nicht ändert kommt Bismark aus dem Keller auch nicht mehr heraus.

Die Gäste gaben die Antwort auf ihre Weise, mit dem 2:0 durch Kevin Wunderling. Und sie hätten zehn Minuten vor Schluss sogar noch das dritte Tor nachlegen müssen. Bei einem Konter tauchten vier MSV-Spieler vor Bismarks Libero Marcus Kujat und Torhüter Hannes Gust auf, der eingewechselte Michael Welsch scheiterte jedoch an Gust. „Das Tor muss fallen“, kritisierte Welschs Trainer Tobias Ellrott nach dem Schlusspfiff. Er sprach Bismark jegliche Torgefahr ab und sagte treffend: „Es war kein hochklassiges Spiel.“

• Tore: 0:1 David Berlin (26.), 0:2 Kevin Wunderling (64.).

Von Christian Buchholz

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