HANDBALL – VERBANDSLIGA SG Seehausen knackt Stendal spät

HV Lok ausgebremst

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Endstation: Alexander Söhnel (links) von der SG Seehausen stört hier HV Lok Stendals Robert Stephan im Verbandsliga-Derby.

Stendal – Die Handballer der SG Seehausen haben die Pleite im Prestige-Duell mit dem Nachbarn HSG Osterburg (27:32) vor drei Wochen erfolgreich abgehakt und sportlich die richtige Antwort gefunden.

Beim HV Lok Stendal hat sich die Verbandsliga-Mannschaft von Trainer Frank Leo am Sonntagnachmittag im Derby 31:29 (15:19) durchgesetzt. Und so dem altmärkischen Konkurrenten aus der Rolandstadt die zweite Niederlage der Saison hinzugefügt.

Frank Leo war nach Spielschluss bestens gelaunt. Auf der anderen Seite wirkte HV Lok-Trainer Frank Ziekau etwas geknickt. Und fand schnell die Gründe für die Niederlage, die aufgrund der guten ersten Halbzeit nicht hätte sein müssen. „Wir haben uns ihrem Spiel gefügt oder reindrängen lassen. Und das ist nicht unser Spiel.“ Ziekau meinte damit, dass Seehausen das schnelle Umschaltspiel der Stendaler nach dem Seitenwechsel geknackt hatte. Genau darauf lag Leos Fokus in seiner Halbzeitansprache „Wir haben schön zugepackt hinten“, sagte er. Und: „Unser Torwart Christopher Helge hat sich wahnsinnig gesteigert in der zweiten Halbzeit.“

Die Gäste aus der Nordaltmark begannen die Partie in der Sporthalle Schillerstraße entschlossen, machten einen guten Eindruck und führten schnell mit 3:0. Der HV Lok wachte auf und kam Schritt für Schritt immer näher – mit starkem Umschaltspiel. „Die machen die einfachen Konter und kommen ran. Damit machen wir Stendal richtig stark“, bemängelte Seehausens Leo. Ein SGS-Fehlwurf an den Pfosten kippte die Partie zunächst in Richtung der Hallenherren. Tom Schumann besorgte den Ausgleich (8:8/14.). Im Anschluss zog Stendal davon, weil es seine eigenen Stärken ausspielte. Der HV Lok habe da sein schnelles Spiel durchgezogen, lobte Gastgeber-Coach Ziekau, für den es mit 19:15 in die Kabinen ging.

Im zweiten Durchgang sollte Stendal, das bis dahin nur eine Verbandsliga-Partie verloren hatte, Probleme bekommen. Die eigenen Tore blieben aus, weil Seehausens Keeper Helge über sich hinauswuchs und die eigenen Gegenstöße nicht mehr durchgebracht wurden. Ziekau merkte nach der Partie an, dass seine Mannschaft Daniel Cornehl, der insgesamt neun Tore warf und bester Schütze des Spiels war, nicht in den Griff bekommen habe. „Da war keiner in der Lage, den mal auszuschalten“, sprach Ziekau im Anschluss an die Heimpleite Klartext.

Der Vorsprung wurde geringer, ehe die SGS ausglich (24:24/44.) und beim 27:26 die Führung übernahm (52.). Zuvor vergab Stendals Schumann den wichtigsten seiner vier Siebenmeter. Ein Knackpunkt, wie Leo ausmachte: „Tom Schumann ist sonst ein sicherer Siebenmeterschütze und verwirft hier. Das war unser Glück.“

HV Lok Stendal (Tore): Kurze, Götzky, Vogel - Schumann (6), Gercke (6), Leinung (2), Krähe (5), Stephan (4), Rosentreter (4), Sens, Tembe (1), Dietze, Ryssmann.

SG Seehausen: Helge - Weber (4), Bertram (8), Cornehl (9), O. Wille (2), Liepelt (3), Walenciak (2), F. Wille, Wagener, A. Söhnel (1), Knust (2).

VON PATRICK NOWAK

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