HANDBALL – VERBANDSLIGA HV Loks Stendals Priorität liegt auf 50:50-Spielen

Augenmerk auf das untere Drittel

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Klarer Auftrag für die Verbandsliga-Rückrunde: Tim Krähe und der HV Lok Stendal wollen die engen Spiele für sich entscheiden, um nicht abzurutschen.

Stendal – Als Tom Schumann am Sonntag das letzte Tor zum 36:24 (16:9)-Sieg erzielte, klatschte sich das HV Lok Stendals Trainerduo, bestehend aus Frank Ziekau und Jörg Schulze, ab.

Das Spiel in der Handball-Verbandsliga gegen das abstiegsbedrohte Klein Oschersleben war nie wirklich in Gefahr. Und genau diese Gegner gilt es in der Rückrunde zu besiegen.

Umso erfreulicher war es, dass das Ergebnistief von drei Pleiten in Serie beendet wurde. Zeitgleich bedeutete das für die viertplatzierten Stendaler den ersten Erfolg im neuen Jahr. Bis zum nächsten Spiel beim SV Eiche 05 Biederitz (16. Februar, 14 Uhr), herrscht erst mal Pause. Mit dem jüngsten Sieg im Rücken hätte Stendal sicherlich gerne weitergemacht. Auch, um die Position in der oberen Tabellenhälfte zu verteidigen.

Vom effektiven Tempospiel und der breiten Personaldecke getragen, mauserte sich das Trainergespann Ziekau/Schulze mit dem letztjährigen Abstiegskandidaten nach und nach auf einen einstelligen Rang. Das soll auch im Optimalfall so bleiben. „Sicherlich wollen wir sehen, dass wir uns im oberen Drittel halten können“, will Jörg Schulze den Kontakt zur Abstiegszone vermeiden. Und sendet ein klares Signal an seine Mannschaft, dass sie sich keinesfalls auf der starken ersten Saisonhälfte ausruhen soll.

Zumal die kommenden beiden Aufgaben gegen das Schlusslicht aus Biederitz und den Vorletzten SV Irxleben anstehen. Für Schulze sind Siege in diesen Begegnungen nahezu Pflicht. Das seien Punkte, die Stendal einfahren müsse, betont der Coach des HV Lok gegenüber der Altmark-Zeitung.

An dieser Stelle richtet Schulze das hauptsächliche Augenmerk auf die Kontrahenten im Tabellenkeller. „Unser Ziel ist es auf alle Fälle, die Mannschaften, die unter uns sind, gut zu bespielen und Punkte einzufahren.“ Dies war Stendal zuletzt gegen Klein Oschersleben (12.) ganz gut gelungen.

Dass es mit dem positiven Aufschwung nicht wöchentlich weitergehen konnte, bewiesen die jüngsten drei Verbandsliga-Pleiten am Stück. Gegen Eintracht Gommern (20:38) und den Post SV Magdeburg (22:28) lag es sogar größtenteils an den wenigen personellen Alternativen. Der sportliche Höhenflug kam somit nach langer Zeit an seine Grenzen.

Auch vom verfügbaren Spielermaterial wird es Änderungen geben. Diese sind aber seit Längerem eingeplant. Stendal wisse, dass man die Bank nicht immer so voll haben werde, so Schulze. Zudem wird Eric Leinung die restliche Rückrunde dienstlich verhindert sein.

Unabhängig davon will der HV Lok auf der Platte die richtigen Antworten geben. Und in 50:50-Spielen die Siegeschancen aufgrund der bisherigen eigenen Stärken wahren. Beim klaren Erfolg gegen Klein Oschersleben hat das Tempospiel gut funktioniert. „Das ist das, was uns stark macht. Da müssen wir hin und das kontinuierlich hinkriegen“, so Schulze.

Daran soll angeknüpft werden. Aber ohne den großen Druck, da die Saison besser läuft, als geplant. Man gehe die Spiele etwas lockerer an, erklärt Schulze. Der Stress ist geringer geworden. So können schon jetzt Jugendspieler wie Nils Täger und Marius Dietze erste Spielminuten im Herrenbereich sammeln. Es ist ein Luxus, den sich der HV Lok Stendal durch die guten Auftritte in der Hinrunde und als aktueller Vierter ohne Bedenken leisten kann. Nachgelassen soll dadurch aber nicht. Schließlich läuft die Saison noch bis Mai.

VON PATRICK NOWAK

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