Fußball-Landesliga-Derby: Fünfter Bismark empfängt den Abstiegskandidaten Heide Letzlingen

Aufstiegsaspirant trifft Außenseiter

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Bismarks quirliger Offensivmann Felix Pitzner (links) könnte mit seiner Mannschaft auch die Letzlinger umkurven – der TuS würde in der Tabelle eventuell einen weiteren Sprung machen.

Bismark. Wenn es nach dem Trainer des FSV Heide Letzlingen, Dieter Förster, geht, sind die Rollen vor dem altmärkischen Derby zwischen dem gastgebenden TuS Bismark und eben den Letzlingern, das am Sonnabend um 15 Uhr im Bismarker Waldstadion angepfiffen wird, klar verteilt.

„Die Bismarker spielen um den Staffelsieg mit und wir brauchen noch Punkte gegen den Abstieg. Daher sind wir der klare Außenseiter“, macht Förster deutlich. Allerdings ist in personeller Hinsicht etwas Entspannung im Lager der Heide-Kicker zu verzeichnen.

Zwar werden Ingo Wiegmann, Christopher Schürz, Marc Schlamann und Günter Ahlfeld morgen fehlen, doch mit Marcel Grabau, Tobias Benecke, Christian Palutke und Stefan Saluck kehren gleich vier Stammspieler in die Mannschaft zurück. Zudem erwartet Förster von seiner Mannschaft eine Trotzreaktion. „Wir haben im letzten Punktspiel gegen Thale versagt und alles vermissen lassen, was im Fußball notwendig ist. Das darf uns gegen Bismark nicht noch einmal passieren. Ich erwarte, dass jeder Spieler in sich geht und den Ernst der Lage erkennt“, nimmt der Heide-Coach seine Spieler in die Pflicht.

Die Bismarker haben zuletzt wieder ein positives Zeichen gesendet. Der 2:0-Heimspielsieg gegen Aufstiegskandidat Germania Olvenstedt macht die Mannschaft von Trainer Dirk Grempler selbst zu einem Aspiranten um den Aufstieg. Das Ziel gab Grempler bisher freilich nicht aus, doch Spekulationen sind erlaubt. „Wir wollen oben dran bleiben“, sagt Grempler.

Läuft es für das Team, dass in der Rückrunde gefestigt wirkt, in den verbleibenden sechs Spielen gut, winkt tatsächlich zumindest noch der Relegationsplatz zwei. Der TuS hat sich nach der Winterpause nicht zuletzt aufgrund seiner guten Defensive zu einer Top-Fünf-Mannschaft gemausert. „Wir haben uns das erarbeitet“, betont der Coach. Sein Team musste noch in der Hinrunde beim Spiel in Letzlingen zwei Gegentore hinnehmen – und eine Niederlage. Das 1:2 aus der Partie kann der TuS, wenn alles gut läuft umdrehen – als Favorit dürfte Bismark gelten. Das dritte Heimspiel in Folge bringt nicht nur Derby-Brisanz mit sich, sondern auch für Bismark die Chance, sich oben festzusetzen – und eventuell schon den einen oder anderen Platz gutzumachen. Nach oben geht noch was. Wer es sehen will: „Wir laden jeden herzlich ein“, so Grempler zum nächsten TuS-Auftritt.

Von Tobias Weber und Benjamin Post

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