TRIATHLON Robert Gravert aus Hassel startet bei seinem ersten Ironman

„Die Aufregung steigt stündlich“

Robert Gravert vom Hasselaner Triathlon Club startet am Sonntag beim Ironman in Hamburg.
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Robert Gravert vom Hasselaner Triathlon Club startet am Sonntag beim Ironman in Hamburg.

Stendal/Hamburg – Schwimmen in der Binnen- und Außenalster, durch den Hamburger Hafen Rad fahren, entlang des Alsterufers laufen und auf dem Rathausmarkt die Ziellinie überqueren: Robert Gravert freut sich auf den Ironman, der am kommenden Sonntag, 28. Juli, mitten im Herzen der Hansestadt ausgetragen wird.

Für die Hotspots – von der Speicherstadt mit ihrer Elbphilharmonie bis zum Michel und der schönen Natur entlang des Alsterufers – wird der 32-Jährige aber kaum einen Blick übrig haben.

Für den Starter des Hasselaner Triathlon Clubs wird die brutale Distanz (3,8 Kilometer schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren und 42,195 Kilometer laufen) eine Premiere. Aber eine, auf die er sich über mehrere Monate mit einem extra auf ihn zugeschnittenen Trainingsplan intensiv vorbereitet hat. Darum hat der Triathlet in den zurückliegenden Wochen auch auf die Wettkämpfe in der Region verzichtet. Beim Triathlon in Wischer stand er aber am Rand, schaute den Aktiven zu und unterstützte seine Hasselaner Teamkollegen. Hier wäre er gern über die Olympische Distanz an den Start gegangen. Doch zur Hamburg-Vorbereitung kamen noch Sorgen mit der Achillessehne hinzu. Er wollte absolut nichts riskieren. Um in Hamburg an den Start gehen zu können, hat sich Robert Gravert eine berufliche Auszeit gegönnt, hat alles seinem großen Traum untergeordnet. Und dabei viel Unterstützung von seinem Betreuer Ralph Sturm sowie seiner Freundin erfahren.

„Die Aufregung steigt stündlich“, erzählt der Triathlet, der vor einer Woche noch um seine Teilnahme bangen musste. „Starke Oberbauchschmerzen, die bis in den Rücken strahlten, hatten mich und meinen behandelnden Arzt sehr beunruhigt“, schildert er die schmerzhaften Momente. Was sich als Bauchspeicheldrüsenentzündung getarnt hatte, entpuppte sich schlussendlich als eine Magenschleimhautreizung. Doch aufzugeben, war für den ehrgeizigen Sportler keine Option. Gravert hat ein paar Tage lang pausiert und auf seinen Bauch gehört. „Nun geht’s“, ist er überglücklich. Seine Achillessehnenprobleme hat er derzeit auch ganz gut im Griff. „Es scheint so, als würde ich gesund und munter am Sonntag an der Startlinie stehen dürfen“, fiebert er dem großen Moment entgegen.

Der Ironman in Hamburg ist zeitgleich auch ein Qualifikationswettkampf für den legendären Ironman auf Hawaii. Dort dabei sein zu dürfen, wäre der große Traum von Robert Gravert. Um das Hawaii-Ticket zu ergattern, müsste er in Hamburg allerdings unter den besten 75 Amateuren ins Ziel kommen. Sicherlich eine schwierige Mission, aber keinesfalls eine unmögliche ...

VON SABINE LINDENAU

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