Fußball – Landesklasse: Oberliga-Trainer vom 1. FC Lok Stendal folgt dem Ruf seines Ex-Coachs

Auch Körner wird Heide-Kicker

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Der nächste namhafte Neuzugang des SV Heide Jävenitz: Sven Körner (rechts), Coach des Oberligisten 1. FC Lok Stendal, wird sich dem Heide-Team für eine Halbserie anschließen. Aufgrund seines zeitintensiven Trainerjobs wird es allerdings vermutlich nicht zu regelmäßigen Einsätzen in der Landesklasse kommen.

Stendal/Jävenitz. Der Nächste, bitte! Sven Körner, Trainer beim Oberligisten 1. FC Lok Stendal, wird in der Rückrunde als Spieler beim SV Heide Jävenitz, derzeit Tabellenletzter der Landesklasse, aushelfen.

Allerdings weiß er selbst noch nicht genau, wie oft er tatsächlich dort spielen wird. Dennoch ist er der nächste namhafte Neuzugang der Heide-Elf.

„Meine Arbeit als Trainer beim 1. FC Lok Stendal hat absolute Priorität“, so Körner. Hierbei nennt er unter anderem die Gegneranalyse als einen zeitintensiven Faktor, den es zu berücksichtigen gilt. Der Lok-Coach nennt zwei Gründe, warum er in der Rückrunde für Jävenitz auflaufen möchte, wenn es zeitlich drin ist. „Trainer Guido Euen und ich kennen uns schon lange und ich helfe gerne aus“, meint Körner. Des Weiteren bereitet er sich gerade auf seine A-Trainerlizenz vor und möchte sich hierfür fit halten. „Außerdem ist es eine gute Abwechslung, hin und wieder selbst gegen das runde Leder zu treten“, meint Körner. Das erste Spiel, in dem die Möglichkeit bestünde, dass Körner für die Heide-Kicker aufläuft, findet am 17. Februar statt, wenn der Osterburger FC in Jävenitz zu Gast ist.

Heide-Trainer Guido Euen begründet seine Spielersuche mit der derzeit fehlende Erfahrung in der Mannschaft. „Uns sind aus unterschiedlichen Gründen fast alle erfahrenen Spieler weggebrochen. Christian Reineke, René Benecke, Nico Jahn, Torsten Heinze, Daniel Schönfeld und Sven Weber standen nicht oder nur selten zur Verfügung. Meinen jungen Spielern fehlte die führende Hand. Ein Spieler, zu dem sie aufschauen können, der ihnen Sicherheit gibt und sie motiviert. Uns fehlt ein Feldherr.“

Guido Euen lässt keinen Zweifel daran, dass er mit Heide Jävenitz die Landesklasse unbedingt halten möchte, um gerade seinen jungen Spielern eine Perspektive zu geben. „In der Landesklasse können sich die Jungs viel besser entwickeln. Ein Abstieg wäre daher ein Rückschritt, zumal es in unserer Umgebung Vereine gibt, die bestimmt bereits das eine oder andere Auge auf einige meiner Spieler geworfen haben“, mutmaßt Euen, der zugibt, dass er bei seiner Spielersuche auch bereits einige Absagen erhalten hat. Denn nicht immer läuft es so, wie im Fall Christian Beer, der für die Bundeswehr lange im Ausland war und nach seiner Rückkehr wieder Lust auf Fußball hat und gegenüber Guido Euen verlauten ließ, dass er Herausforderungen liebt. Denn bei aller Erfahrung darf man nicht vergessen, die Neulinge haben lange nicht gespielt. „Wir befinden uns in einer Notlage und treten mit unserer Spieler-Suche die Flucht nach vorn an“, hofft Euen auf weitere Retter.

Von Tobias Henke und Renee Sensenschmidt

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