FUSSBALL – OBERLIGA: Lok Stendal ärgert den nächsten Favoriten – 0:0

Auch Hertha 03 ohne Lösung

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Kapitän Martin Gödecke konnte mit dem 1. FC Lok auch in Zehlendorf punkten. 

Berlin – Der 1. FC Lok Stendal entwickelt sich in der Fußball-Oberliga so langsam aber sicher zum Favoritenschreck. Am Sonntag trotzte die Mannschaft von Trainer Jörn Schulz Titelkandidat Hertha 03 Zehlendorf auswärts ein 0:0-Unentschieden ab.

Die Berliner sind mit diesem unverhofften Punktverlust in bester Gesellschaft, denn bereits gegen Tennis Borussia (2:2) und in Neustrelitz (1:1) wusste Lok im bisherigen Saisonverlauf als Außenseiter zu überraschen.

Obwohl seine Elf in der vergangenen Woche gegen TeBe durchweg überzeugte, war Stendals Trainer in Berlin einmal mehr zu Umstellungen gezwungen. Kurz vor der Partie musste Abräumer Steven Schubert krankheitsbedingt passen. Für ihn rückte Innenverteidiger Sebastian Hey in die Startelf, Schulz baute auf ein 4-1-4-1-System um.

Auf dem tiefen Zehlendorfer Rasen hatte Lok dann auch gleich eine entschlossene Anfangsphase der Hausherren zu überstehen. Bryan Giebichenstein im Tor musste frühzeitig sein ganzes Können aufzeigen, bei weiteren Gelegenheiten spielte es die Hertha zu unsauber. „Da sind wir mit ein bisschen Glück durchgekommen“, schilderte Jörn Schulz die erste Viertelstunde. Im weiteren Verlauf schwamm sich Lok ein wenig frei. Der Plan, das Zentrum zu verdichten und Bälle auf die Flügel zu provozieren, ging mehr und mehr auf. Und auch die hohen Anspiele auf Torjäger Sebastian Huke hatten die Gäste gut unter Kontrolle. Kurz vor dem Wechsel hatten die Altmärker dann Glück, als ein möglicher Strafstoßpfiff für Berlin ausblieb. Torlos wurden anschließend die Seiten getauscht.

Im zweiten Durchgang blieben die Stendaler ihrer für den Gegner unangenehmen Linie treu. Die Zehlendorfer, die nach den Ergebnissen des Vortags unter Zugzwang standen, verloren mit zunehmender Spieldauer die Geduld. Ein weiterer Fakt, der dem 1. FC Lok komplett in die Karten spielte. So rannen die Minuten dahin und kurz vor dem Ende bot sich dem Außenseiter die Großchance zum Siegtreffer. Der eingewechselte Maurice Pascale Schmidt tauchte völlig blank vor dem Kasten der Hertha auf, vergab aber den Matchball zu drei Bonuspunkten im Abstiegskampf.

Der Ärger über diese Szene war nach dem Spiel jedoch schnell verflogen. „Wie wir das defensiv im Moment machen, ist erstaunlich. Das Tor am Ende war möglich, wäre aber des Guten ein bisschen zu viel gewesen“, fasste Jörn Schulz zusammen.

Tore: Fehlanzeige.

1. FC Lok Stendal: Giebichenstein – Behling, Schaarschmidt, Hey, Mahrhold - Baudis - Buschke, Gödecke, Kolzenburg, Salge (89. Krüger)- Neumann (86. M. P. Schmidt).

VON TOBIAS HAACK

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