FUSSBALL – KREISPOKAL Seestadt bringt sich als fester Endspielort in Gespräch

Arendsee mit perfekter Bewerbung

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Jubelsturm: Der SV Liesten sicherte sich kürzlich in Arendsee den Fußball-Kreispokal. Der SVA will nun als fester Organisator bewerben.

Arendsee – 875 zahlende Zuschauer verfolgten in der vergangenen Woche das Endspiel im Fußball-Kreispokal der Männer zwischen dem SV Liesten und Eintracht Salzwedel (AZ berichtete).

Die Organisatoren des SV Arendsee erhielten für die Organisation und Durchführung der beiden Finalspiele, am Abend zuvor fand auch das Endspiel der Alten Herren zwischen der SG Jävenitz/Letzlingen und dem VfB Klötze (4:2) in der Seestadt statt, viel Lob und Anerkennung.

„Wir bewerben uns als ständiger Endspielort“, kündigte Martin Retzlaff, Vereinsvorsitzender des SV Arendsee, an. Das letzte Wort hat aber immer das Präsidium des Kreisfachverbandes (KFV) Fußball Altmark West, das immer von Fall zu Fall nach Bewerbungslage die Endspielorte im Kreispokal vergibt.

„Der SVA hat erneut bewiesen, dass er es kann“, meinte Henning Lehmann von der SG Eintracht Mechau, der auch an das Finale vor zwei Jahren dachte, als sich auch Liesten und Salzwedel (5:2) in Arendsee duelliert hatten.

„Es war wieder eine angenehme Atmosphäre, zu der auch die beiden Mannschaften und ihre Fans beigetragen haben. Alles war gut organisiert, die Arendseer haben eine perfekte Bewerbung für künftige Veranstaltungen abgeliefert“, zeigte sich KFV-Präsident Heinrich Piep angetan.

Auch Helge Kietzke, Trainer des unterlegenen SV Eintracht Salzwedel, sparte trotz der Niederlage nicht mit Lob für die Organisatoren. „Dieser Platz ist mit das Beste, was unser Kreis zu bieten hat. Alles war wieder super organisiert, ein idealer Endspielort.“ Was Kietzke nicht gefiel, war hingegen der Termin, bestritten doch die Salzwedeler bereits zwei Tage später das Spitzenspiel in der Fußball-Landesklasse gegen Heide Letzlingen (1:1), bei dem es für die Eintracht bekanntlich auch um den Aufstieg in die Landesliga ging, der aufgrund des hohen Kräfteverschleißes gegen Letzlingen nicht realisiert werden konnte.

Das Finale immer am Himmelfahrtstag auszutragen, findet das frühere KFV-Präsidiumsmitglied Axel Krüger indes ideal. „Es gibt keinen besseren Termin, denn die Zuschauer können ihre Herrentagstour mit dem Besuch des Endspiels kombinieren.“ Die für hiesige Verhältnisse hohe Zuschauerzahl, scheint Krüger recht zu geben.

Etwas differenzierter sieht es der Liestener Mario Schulz. „Wenn hier nicht Salzwedel und Liesten spielen würden, wäre auch nicht so viel los. Man sollte weiter von Fall zu Fall entscheiden und schauen, welche Mannschaften das Endspiel erreichen.“

„Arendsee, Arendsee, wir fahren an den See“ - bis die Fans den Finaleinzug ihrer Mannschaften so bejubeln können, wird es weitere Diskussionen und Abwägungen geben. Auf jeden Fall ist der Sportplatz am Harper Weg in Arendsee eine gute Adresse, zumal die Sanierung des Vereinsheims auf der Agenda steht und die Bedingungen somit künftig noch besser werden.

VON RENEE SENSENSCHMIDT

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