Arendsee gegen Klötze, oder: Rette sich, wer kann

Für diese beiden Herren geht es morgen in der Landesklasse um alles: Oliver Oelze (l.) muss mit Grün-Weiß Potzehne in Rogätz gewinnen, um den Aufstieg perfekt zu machen, Kevin Temmler (r.) kämpft mit Arendsee gegen den Abstieg.

Von Renee Sensenschmidt

und Christian Gose

ALTMARK. Wer wird Meister, wer steigt ab? Diese beiden Fragen werden morgen ab 15 Uhr am letzten Saisonspieltag der Fußball-Landesklasse, Staffel I, beantwortet. Spitzenreiter Potzehne muss in Rogätz ran und Verfolger Goldbeck (in Uenglingen) hofft dabei auf einen Ausrutscher der Grün-Weißen. Im Tabellenkeller stehen sich Arendsee und Klötze im direkten Duell gegenüber. Beide Teams gehen mit einem minimalen Vorsprung gegenüber Klinze/Ribbensdorf (in Tangerhütte) und Blau-Weiß Niegripp (gegen Wolmirstedt) in die letzte Punktspielrunde.

   Germania Tangerhütte - SG Klinze/Ribbensdorf (Hinspiel 3:3). Dem Torfestival gegen den Post SV Stendal (7:0) wollen die Germanen gegen die akut abstiegsgefährdete SG einen weiteren Sieg folgen lassen und so für einen gelungen Saisonabschluss sorgen. SR: Jensen.

Kreveser SV - Post SV Stendal (4:2). In diesem ostaltmärkischen Derby muss KSV-Trainer Holm Hansens neben den langzeitverletzten Spielern auf den gelbgesperrten Hannes Bade verzichten. Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Stefan Krüger. Sein Gegenüber Hartmut Sommer, der um die „enorme Kampfstärke Kreveses, gerade zu Hause“, weiß, erwartet von seiner Mannschaft nach der 0:7-Vorwochenschmach eine Reaktion. Verzichten muss er dabei auf David Büst, Denny Leske und Florian Safarikowa. SR: Peters.

SV Arendsee - VfB Klötze (1:0). Beide Trainer sind sich einig. Es wird nicht auf andere Plätze geschaut und gerechnet, sondern nur auf Sieg gespielt. „Wir wollen nicht auf andere hoffen, wir nehmen unser Schicksal selbst in die Hand“, kündigt Axel Prycia für die Arendseer an. Die Offensive wird jedoch zunächst kontrolliert ausfallen, könnte doch bereits ein Fehler spielentscheidend sein. Der SVA muss aber ein großes Handicap tragen, stehen doch Henrik Idler, Torsten Benecke und Christian Oelicker, die bei der WM in Südafrika das Live-Erlebnis bevorzugen, nicht zur Verfügung.

Personell wahrscheinlich aus dem Vollen schöpfen kann Gäste-Trainer Dirk Reichelt. „Wir müssen diese Partie wie ein Endspiel betrachten“, so Reichelt, der seine Taktik danach ausrichten wird, dass die Arendseer gegenüber seiner Elf unter Zugzwang stehen. SR: Juhnke.

KSG Berkau - Haldensleber SC II (1:3). „Wir wollen auf jeden Fall noch einmal Fußball spielen. Ich hoffe, Haldensleben geht es auch so“, sagte KSG-Trainer Björn Staschat in Anspielung auf den Vorwochenauftritt des HSC in Arendsee, als die Ohrestädter mit der halben A-Jugend antraten. „Wie schon über die gesamte Saison plagen uns arge Besetzungsprobleme, wir werden aber auf jeden Fall eine schlagkräftige Truppe aufbieten. Wir können ohne jeden Druck spielen und wollen uns mit einem guten Ergebnis aus der Landesklasse verabschieden“. SR: B. Kramp.

Concordia Rogätz - Grün-Weiß Potzehne (0:3). Ohne Stolle, Krehl und Schmidt wirkten die Potzehner bei der 1:2-Pleite in Arendsee und dem glücklichen 3:2-Sieg gegen Schlusslicht Berkau wie ein angeschlagener Boxer. Und die personelle Lage hat sich weiter verschlechtert, denn morgen fällt auch Andreas Bade (privat verhindert) aus. „Wir haben lange eine super Saison gespielt, doch zuletzt haben wir geschwächelt“, hat Trainer Erich Krümmling ein ungutes Gefühl. „Die Rogätzer wollen die Saison mit einem Erfolgserlebnis abschließen. Ich rechne mit einer harten Gegenwehr“, so Krümmling, der mit seinen Mannen dennoch den ersten Platz halten will. „Die nervliche Anspannung wird groß sein. Wir dürfen unsere Abwehr nicht wieder vernachlässigen und müssen unsere Chancen konsequent nutzen.“ SR: Socha.

Saxonia Tangermünde - Burger BC (0:1). Die Saxonen plagen leichte personelle Probleme, dennoch soll die Saison erfolgreich ausklingen. SR: Leppin.

Viktoria Uenglingen - Blau-Gelb Goldbeck (0:3). „Wir werden Goldbeck alles abverlangen, schließlich haben wir nichts zu verschenken“, prophezeit der scheidende Viktoria-Coach Andreas Heiser den Goldbeckern einen heißen Tanz. Zumal eine Niederlage den Feierlichkeiten zum 60. Vereinsjubiläum, dass am Wochenende im Talkessel über die Bühne geht, einen kleinen Dämpfer verpassen würden.

Doch die Gäste reisen mit großen Zielen an und brennen auf einen Erfolg. „Wir kehren an die Stätte unseres Pokal-Triumphes zurück, mit dem Ziel, im letzten Saisonspiel Meister zu werden. Doch dazu brauchen wir auf jeden Fall einen Sieg und Schützenhilfe aus Rogätz“, so Goldbecks Trainer Jürgen Dobberkau. SR: Thodte.

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