12. Havelberg-Triathlon: Sebastian Kestner gewinnt den HavelHammer

Anspannung trotz Routine

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Pablo Alonso (links) vom Hasselaner Triathlon Club machte sich hier im Wechselgarten nach dem Schwimmen für die anschließende 44 Kilometer lange Radstrecke bereit.

Havelberg. Am Sonnabend fand der zwölfte Havelberg-Triathlon statt. Ingo Döring, Cheforganisator vom gastgebenden RSC Orkan Havelberg, ist seit Jahren von der Vorbereitung bis zur Durchführung dabei.

Aufgrund seiner Routine könnte man meinen, dass er bei der Veranstaltung ganz locker ist. Im Gegenteil!

„Man ist immer wieder angespannt, wie beim ersten Mal. Die Abläufe stimmen, man weiß aber nie was passiert“, sagte Ingo Döring, bevor er kurz darauf wieder an sein Walkie-Talkie griff, um den weiteren konkreten Ablauf mit seinen Mithelfern zu koordinieren. Seine Bilanz des am Sonnabend stattgefundenen 12. Havelberg-Triathlons fällt äußerst positiv aus. „Der HavelHammer ist voller als letztes Jahr. Dafür sind es beim Hafentriathlon etwas weniger. Ich glaube aber, dass das an den Ferien liegt. Es sind aber mehr Kinder dabei und das ist auch gut so“, befand Döring, der während seiner Tätigkeit hin und wieder einige vertraute Hände der Teilnehmer schüttelte und lobende Schulterklopfer kassierte. „Man kennt sich über die Jahre. Im Triathlon hat sich eine eigene Szene entwickelt“, stellte er grinsend fest.

Auch Havelbergs Bürgermeister Bernd Poloski ließ sich die Wettkämpfe nicht entgehen und zeigte sich ebenfalls beeindruckt. „Es ist mittlerweile der zwölfte Havelberg-Triathlon. Es klappt hervorragend, was mir vor allen Dingen die Teilnehmer immer wieder bestätigen. Das hat sich über die Jahre nicht nur etabliert, sondern auch eingespielt“, meinte Poloski.

Der Veranstalter bot drei verschiedene Distanzen für die etwa 400 teilnehmenden Athleten des Havelberg-Triathlons an. Den Anfang machte der HavelHammer, der zugleich die längste Distanz bildete. Hier mussten die Triathleten zunächst 1,5 Kilometer schwimmen. Anschließend ging es auf die Rennräder, mit denen 44 Kilometer zurückgelegt wurden. Zum Ende kamen die meisten nach einem Lauf über 9,7 km erschöpft – aber glücklich – ins Ziel. Sebastian Kestner (Fahrrad Magdeburg Trimagos) holte sich in 2:04:53 Stunden den Sieg beim HavelHammer. Hinter ihm landeten Danny Hannover vom Tri Team Berlin (2:05:37) und Stefan Flachowsky (2:05:57/OSSV Kamenz). Bei den Frauen war Nora Koss vom Tri Team Berlin die Schnellste (2:23:45).

Der Schnellste muss Ingo Döring nicht unbedingt sein. Dafür hat er sich für den Triathlon in Havelberg, den er 2007 zum ersten Mal veranstaltete, etwas gedacht. „Mein Ziel war es, einen Triathlon zu machen, wo man als Zuschauer was von hat. Wenn die Radfahrer rausgehen, kommen die anderen herein. Es ist immer was los“, so Döring. Und beim genaueren Hinschauen fällt einem auf: Es ist ihm gelungen.

Von Patrick Nowak

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