FUSSBALL – 3. LIGA Geisterspiel für den FCM morgen bei 1860 München

„Anders auftreten“

Wohin mit dem Ball? FCM-Keeper Morten Behrens fehlten zuletzt gegen Halle Anspielstationen.
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Wohin mit dem Ball? FCM-Keeper Morten Behrens fehlten zuletzt gegen Halle Anspielstationen.
  • Sabine Lindenau
    vonSabine Lindenau
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Magdeburg – Körpersprache, Führung, Mentalität: Alles, was der 1. FC Magdeburg zum Saisonauftakt bei der Heimpleite gegen den Halleschen FC hat vermissen lassen, soll morgen beim TSV 1860 München auf den Rasen gebracht werden.

Das Geisterspiel zwischen dem Drittliga-Spitzenreiter und dem aktuellen Tabellenletzten wird um 14 Uhr im „Stadion an der Grünwalder Straße“ angepfiffen.

Die Analyse war umfangreich. Das Aufarbeiten hat gedauert. Und Trainer Thomas Hoßmang hofft, dass er seine Spieler sensibilisieren konnte. Für ihn ist klar: „Wir wollen anders auftreten.“ Einfach wird es nicht bei den Münchner Löwen. Doch vielleicht liegt die Chance auch darin, dass der FCM nicht allzu viel zu verlieren hat. Der Ligaprimus will seine Tabellenführung nicht herschenken und wird spielerische Lösungen suchen. Mit dem erfahrenen Sascha Mölders im Sturm und dem Ex-Magdeburger Dennis Erdmann haben die Gastgeber zwei echte Mentalitätsmonster in ihren Reihen, die auch für Gefahr sorgen können.

Das Blitztor der Sechziger beim 3:1-Erfolg am ersten Spieltag in Meppen habe die Stärken der Gastgeber schon offenbart. Hoßmang sah schnelle Umschaltmomente, Torgefahr und einen Mölders, der sich unheimlich gut in den Räumen bewegen kann. Ihn nicht zum Zug kommen zu lassen, selbst eine gewisse Aggressivität an den Tag zu legen und dabei die Kompaktheit in der Abwehr nicht zu vernachlässigen: Das dürften die Herausforderungen für den FCM sein. Fehlen werden neben dem Gelb-Rot-gesperrten Adrian Malachowski die Verletzten Tobias Müller, Leon Bell Bell, Philipp Harant, Dominik Ernst und auch Ersatzkeeper Timon Weiner, der sich im Training einen Bänderriss im Knöchel zugezogen hat.

Aufgrund der Ausfälle sieht es weniger nach personellen Konsequenzen nach dem schwachen Saisonstart aus. Eine endgültige Entscheidung werde er spätestens am Sonnabendmorgen treffen, kündigt Hoßmang an. Heute macht sich die Mannschaft auf den Weg nach München, wo sie auch noch ein Training absolvieren wird. „Wir haben Trainingseindrücke und wir haben klar besprochen, wie wir Fußball spielen wollen“, lässt sich der Cheftrainer nicht weiter in die Karten schauen.

Das Auftreten könnte spielentscheidend sein. „Der Rückstand am Wochenende war unglücklich mit dem Eigentor. Wir haben es dann versäumt, uns gegenseitig aufzubauen und die Negativität gar nicht erst aufkommen zu lassen“, sagt Torhüter Morten Behrens, der noch einer der besten Magdeburger war. Er und seine Teamkollegen wüssten, worauf es ankomme. Besonders eingeschworen hätten sie sich im Training aber nicht. „Positives Denken muss immer drin sein.“ Dass keine Zuschauer erlaubt sind, könnte eine Chance sein für den FCM. So könnten sich die Spieler besser verständigen. Schließlich waren Kommunikation und Führung das große Problem gegen den HFC. „Wir können besser hören und die Impulse von außen besser aufnehmen“, hofft Behrens.

Bei Vitus Scheithauer, der unter der Woche vom FSV Mainz 05 als Probespieler am Training teilgenommen hat, ist noch keine Entscheidung getroffen worden. Er wird ab Dienstag erneut mittrainieren. Der Innenverteidiger könne auch auf der rechten Verteidigerposition spielen. Und gerade in der Innenverteidigung stehen Hoßmang derzeit nur Korbinian Burger und Brian Koglin zur Verfügung, was für eine Verpflichtung des 21-Jährigen sprechen könnte. Er bringe Größe, Mentalität und Tempo mit, so Hoßmang. Allerdings fehle ihm Mannschaftstraining. Ende nächster Woche solle eine „kluge Entscheidung“ gefällt werden.

Morgen gilt es, über 90 Minuten wach zu agieren. Damit der FCM nicht auch nach dem zweiten Spieltag noch die Rote Laterne trägt. VON SABINE LINDENAU

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