Volleyball: SSV Gardelegen startet mit neu formiertem Herren-Team als Reserve in der Landesliga / Nachwuchs wird integriert

„Altmark Volleys“ – Aus der Not eine Tugend gemacht

twe Gardelegen/Stendal. Am zurückliegenden Wochenende war im Volleyball-Landespokal der Männer aus altmärkischer Sicht eine neue Mannschaft aktiv.

Die „Altmark Volleys“ werden in der anstehenden Saison in der Landesliga Nord an das Netz gehen und werden aber beim Landesverband offiziell als SSV Gardelegen II geführt. Doch wie kam es dazu.

Lucien Braune

Es war schlussendlich ein notwendiger Schritt. „Damit die erste Mannschaft überhaupt in der Dritten Liga spielen darf, war ein zweites Herren-Team in einer offiziellen Spielklasse des VVSA Grundvoraussetzung. Daher mussten wir handeln“, berichtet Lucien Braune, der bekanntlich die erste SSV-Mannschaft trainiert. Fündig wurden die Altmärker dann auch, denn der Genthiner VV, der zuletzt in der Landesliga aktiv war, hatte in der Sommerpause mit großen personellen Sorgen zu kämpfen und erwägte einen Rückzug. Die Gardelegener nahmen Kontakt auf und eine mögliche Spielgemeinschaft wurde schnell immer wahrscheinlicher. Die verbleibenden Genthiner wechselten schließlich zum SSV, wobei die Rolandstädter den Landesliga-Startplatz übernahmen.

Um jedoch mit einem vernünftig aufgestellten Kader in die neue Saison zu gehen, mussten weitere Spieler her. Und so setzt sich der Kader zusammen: Edward Kurth kommt aus Genthin und war demnach auch beim GVV aktiv. Markus Liebscher, Marc Niendorf und Stefan Posselt wohnen zwar in Stendal, spielten zuletzt aber ebenfalls für den Genthiner VV. Christian Rüsting und Lucien Braune waren bekanntlich in der ersten Mannschaft des SSV am Ball, werden nun aber in der Reserve spielen. Braune fungiert zudem als Spielertrainer. Vervollständigt wird der Kader mit Nachwuchsspielern des SSV Gardelegen. In der ersten Runde des Landespokals wirkten bereits Julius Winkler, Simon Rummel sowie Fabien Knipp mit und gaben dabei im Männerbereich ihr Debüt. „Außerdem wollen wir auch die Nachwuchsspieler Flamur Haxhiu, Jannek Berger und Philipp Schneidereit langsam an das Landesliga-Team heranführen“, so Lucien Braune.

Offiziell spielen sie also unter dem Namen SSV Gardelegen II, tauchen jedoch in der Übersicht des Volleyball-Landesverbandes (VVSA) als „Altmark Volleys“ auf. Wie es dazu kam, erklärt Braune ebenfalls. „Wichtig ist die offizielle Bezeichnung der Mannschaft. Mit welchem Namen das Team dann in der Tabelle auftaucht, ist im Prinzip egal. Wir haben uns zu dem Namen entschlossen, da wir im Grunde alle drei Standorte repräsentieren wollen, auch wenn Genthin eigentlich nicht mehr zur Altmark gehört.“

Die „Altmark Volleys“ trainieren einmal in der Woche (mittwochs, 19.30 bis 22 Uhr) in Stendal und werden auch ihre Landesliga-Heimspiele dort austragen. Dies wird bereits am 1. Oktober zum ersten Mal der Fall sein, denn direkt zum Saisonstart genießen die „Altmark Volleys“ Heimrecht und erwarten in der Sporthalle der „Juri Gagarin Grundschule“ in Stendal (Stadtseeallee) den Gaterslebener VV und die VVSA-Landesauswahl Nord. Spielbeginn ist um 10 Uhr.

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