FCM-Trainer Jens Härtel findet nach 2:0 gegen Wolfsburg am Ende des Trainingslagers deutliche Worte

Wie in alten Zeiten

Schneller als der Ball? In dieser Szene schon. FCM-Torschütze Tarek Chahed (rechts) zieht über Linksaußen heran, bis ihn der Wolfsburger Harry Pufall stellt. Foto: Post

Langlingen Die Zeiten, in denen der 1. FC Magdeburg in der Regionalliga kickte sind längst vorbei. Dort wird Fußball mehr gearbeitet, jahrelang musste sich der FCM auf der Ebene der Viertklassigkeit mit den Gegnern messen.

In der Vorbereitung auf die zweite Drittliga-Saison, welche die Magdeburger in gut zwei Wochen angehen, war festzustellen, dass die Mannschaft von Trainer Jens Härtel durchaus auch noch wie ein Viertligist spielen kann. „Wir haben uns auf das Niveau des Gegners herunter ziehen lassen. Da muss ein bisschen mehr kommen“, ärgerte sich Härtel nach dem 2:0-(2:0)-Sieg gegen den niedersächsischen Regionalliga-Aufsteiger USI Lupo-Martini Wolfsburg.

Bei dem Testspiel auf dem kleinen Sportplatz im idylischen Langlingen fand der Coach für die zweite Halbzeit seines Teams deutliche Worte. Die Wolfsburger Feierabendkicker verwickelten Magdeburgs Vollprofis immer wieder in Zweikämpfe, so dass Härtel konstatierte, dass seine Auswahl „völlig die Linie verloren“ habe. „Da war dann auch keiner, der sich so richtig dagegen gestemmt hat.“ Viele Nickligkeiten, aber wenig Torraumszenen bestimmten das Geschehen vor 150 Zuschauern. Der Abschluss des Trainingslagers im unweit entfernten Wesendorf geriet zu einem Kampfspiel.

Dank Jan Glinker, der im FCM-Tor in der Schlussphase noch einen Strafstoß von Harry Pufall glänzend parierte, fing sich der Drittligist immerhin kein Gegentreffer. Es war die beste Chance von Lupo. Das Foul von Christopher Handke an Gracjan Konieczny in der 82. Minute hatte keine Folgen. „Wir haben ihnen noch einen Elfmeter hingelegt: Das darf eigentlich nicht passieren“, merkte Kritiker Härtel an. Das 2:0 hatten die Magdeburger schon früh besorgt. Nach einem Blitzstart gegen die noch ungeordneten Wolfsburger führte der FCM nach fünf Minuten schon mit diesen zwei Treffern.

Christian Beck köpfte nach einem Eckball von Niklas Brandt unbedrängt ein (3.), Tarek Chahed schloss ebenso frei von der Strafraumgrenze mit einem Flachschuss ab (5.). Brandts Latten-Freistoß (44.) beendete die bessere Zeit Magdeburgs. Härtel lobte „eine sehr gute erste Halbzeit. Es war ein deutlicher Schritt nach vorne“. In der agierte der FCM mit seinem bewährten Mittel, den langen Bällen, gefährlich. Ein Freistoß von Nico Hammann, wieder knallte der Ball nur gegen die Latte, blieb die aufregendste Szene in Durchgang zwei (65.). Zu wenig für den Übungsleiter.

• Tore: 1:0 Christian Beck (3.), 2:0 Tarek Chahed (5.). Schiedsrichter: Schlüwe (Hannover). Zuschauer: 150.

• 1. FC Magdeburg: Zingerle (46. Glinker) - Novy (46. Butzen), Handke, Puttkammer (46. Hammann), Hainault (46. Sprenger), Löhmannsröben (46. Müller), Brandt, Sowislo, Razeek, Chahed, Beck (46. Exslager).

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Von Benjamin Post

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