Fußball – 2. Bundesliga: 1. FC Magdeburg geht heute gestärkt ins Kellerduell gegen Duisburg

Alles reinlegen für den ersten Sieg

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Kapitän Nils Butzen (l.) und der 1. FC Magdeburg erwarten heute Abend im Kellerduell das Tabellenschlusslicht MSV Duisburg in der MDCC-Arena. Für die Blau-Weißen zählt nur ein Sieg.

Magdeburg. Die Moral stimmt. Nach der dreifachen Aufholjagd und dem Punktgewinn von Paderborn kann der 1. FC Magdeburg heute Abend gestärkt ins Kellerduell gegen den MSV Duisburg gehen.

Die Begegnung gegen das Schlusslicht der Zweitligatabelle könnte ein Schlüsselspiel für die Elf von Trainer Jens Härtel werden. Beide Mannschaften warten noch auf ihren ersten Sieg. Der FCM hat in den bisherigen sechs Partien vier Punkte geholt, der MSV lediglich einen.

„Wir wollen dieses Spiel mit allem, was wir haben, gewinnen“, sagte Härtel gestern Nachmittag. Welche Startelf er heute auf den Rasen der MDCC-Arena schickt, wusste er zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Nach der Regeneration am Montag und den zwei Einheiten von gestern wollte er Gespräche mit seinen Schützlingen suchen. „Wir müssen schauen, wie frisch die Jungs sind.“ Schließlich liegen nur drei Tage zwischen dem Remis von Paderborn und dem Duell heute gegen Duisburg. Auf der einen oder anderen Position könnte er sich einen Wechsel vorstellen. Björn Rother, der in Paderborn nicht im Kader war, könnte zurückkehren. Auch Dennis Erdmann könnte von Beginn an spielen - im Zentrum der Abwehr. Dann würde Romain Brégerie nach außen rücken. Härtel hat mehrere Optionen, wozu auch Tobias Müller und Christopher Handke gehören.

Rico Preißinger fällt noch mindestens vier Wochen aus. Für ihn könnte Richard Weil wieder eine Alternative sein. Aber auch Aleksandar Ignjovski. Nicht zuletzt bietet sich Philip Türpitz an, der mit seinem souverän verwandelten Elfmeter am Sonntag den Punkt gesichert hat. „Das gibt Kraft und pusht“, geht auch Härtel davon aus, dass die Formkurve seines letztjährigen Torjägers wieder ansteigt. Hinter dem Einsatz von Christian Beck steht noch ein Fragezeichen. Der Torjäger wartet wie schon am zurückliegenden Wochenende auf die Geburt seiner Tochter. „Wenn alles ruhig ist, wird er definitiv spielen wollen“, ist der Cheftrainer überzeugt. Alternativen in der zentralen Spitze seien Mergim Berisha und Marius Bülter. Auch Felix Lohkemper hat schon auf der Position gespielt.

Viele Namen kursierten gestern Nachmittag in der lockeren Presserunde. Große Änderungen sind dennoch nicht zu erwarten. Zumal die Spieler, die in der Benteler-Arena gespielt haben, mental obenauf sind. Sie wissen, sie können das Tor treffen. Auf der anderen Seite hat die Defensive einige Schwachstellen offenbart. Diese hat Härtel in der umfangreichen Analyse mit seinen Schützlingen ausgewertet. „Wir haben insgesamt aber sehr viel Gutes mitgenommen“, sagt er. Natürlich habe das auch mit der Spielweise der Ostwestfalen zu tun.

Gegen den MSV Duisburg werde es wieder ein anderes Spiel. Nicht zuletzt aufgrund der Konstellation. „Auf beiden Mannschaften lastet ein gewisser Druck“, sagt Härtel. Die Situation in Duisburg sei sicher noch angespannter als beim FCM. Ein Dreier fehlt aber beiden. Magdeburgs Coach erwartet heute Abend einen Gegner, der „sich zerreißen wird, um die drei Punkte mitzunehmen.“ Darum sei es wichtig, auf der einen Seite ruhig zu bleiben, auf der anderen aber natürlich auch selbst auf Sieg zu spielen. Härtel ist sicher: „Wer mit dem Druck besser zurechtkommt, hat große Chancen zu gewinnen.“

Anpfiff ist um 18:30 Uhr. Bislang wurden rund 17.600 Tickets verkauft. Wer live dabei sein möchte, bekommt Karten an der Abendkasse.

Von Sabine Lindenau

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