Fußball-Verbandsligist 1. FC Lok Stendal mit 2:0-Sieg gegen Abwehrbollwerk Burg

Lob an alle: Endlich zu Null

Freude bei Lok: Kapitän Philipp Groß nimmt Johannes Mahrhold in den Arm, Artem Sikulskyi strahlt mit. Der Burger Bastian Benkel kann nur wegschauen.
+
Freude bei Lok: Kapitän Philipp Groß nimmt Johannes Mahrhold in den Arm, Artem Sikulskyi strahlt mit. Der Burger Bastian Benkel kann nur wegschauen.
  • VonBenjamin Post
    schließen

Stendal. Wenn man einer starken Abwehr irgendwie Schaden zufügen will, muss man sie unter Druck setzen. Das ist keine Regel aus dem Lehrgang für Fußball-Lehrer. Das sind Erkenntnisse, die von der Kreisklasse bis in die Champions League gelten. Also auch in der Verbandsliga.

Der 1. FC Lok Stendal hat demnach gestern Nachmittag in der ersten Halbzeit alles richtig gemacht. Zu Gast im Stadion „Am Hölzchen“ war sogar die beste Abwehr der sechsten Spielklasse. Der Burger BC hatte bisher in 15 Partien erst acht Gegentore kassiert. Gestern gleich zwei in einem Durchgang. 2:0 stand es auch nach dem Abpfiff. Ja, zu Null, endlich.

Von einem Bollwerk aus Burg, von dem Lok noch weit entfernt ist, war nicht viel zu sehen. Es war aber auch nicht einfach, gegen die druckvollen Stendaler nicht unbeschadet davon zukommen. Druck, das war es, was es gegen diese Defensive brauchte. „Wir haben den Gegner zu Fehlern gezwungen“, registrierte Lok-Trainer Sven Körner wohlwollend. Unter Druck enstehen eben nicht nur Diamanten, sondern auch Fehler. Von Beginn an haben seine Spieler „sehr gut vorne gepresst“.

Entweder Lok versuchte mit schnellem Passspiel in Tornähe zu kommen, oder die Mannschaft wählte das gute alte Mittel Fernschüsse. Beides führte um Erfolg. Franz Erdmanns 25-Meter-Schuss in den Torwinkel Marke Traumtor sorgte für die Führung, eine Co-Produktion von Andreas Sommermeyer und Vincent Kühn für das 2:0. Sommermeyer köpfte den Ball gegen die Latte, Kühn drückte ihn über die Linie.

Nach einer halben Stunde war im Hölzchen nicht zu sehen, weshalb Burg mit seiner Abwehr ein Spitzenteam ist und Lok im Niemandsland der Tabelle um Anschluss nach oben sucht. Die bessere Verteidigung hatte Stendal – und mit seinem druckvollen Spiel auch den ansehnlicheren Angriff. Körner hob die „sehr gute Variabilität“ des Spiels seiner Mannschaft hervor. Der BBC tat sich zwar immer wieder mal durch Konter hervor, wirklich gefährlich wurde es dadurch jedoch nicht. Niclas Buschke verpasste kurz nach der Halbzeitpause eher noch das 3:0, so auch Benedikt Nellessen zehn Minuten vor dem Ende.

Die Null blieb hinten – zum ersten Mal in dieser Saison. „Das freut mich am meisten“, frohlockte der Coach. Und daran waren all seine Akteure beteiligt. „Heute kann ich jeden Spieler loben“, befand Körner. Ein „absolut verdienter Sieg“ kam zustande, da sein Team der gegnerischen Defensive Schaden hinzugefügt hatte.

• Tore: 1:0 Franz Erdmann (27.), 2:0 Vincent Kühn (29.). Schiedsrichter: Naujoks (Magdeburg). Zuschauer: 181.

Von Benjamin Post

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare