Schinner SV Eintracht präsentiert sich ehrgeiziger als im Vorjahr und wird belohnt

Alkoholfrei aufs Podest

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Wer den besten Spieler und den besten Torschützen in seinen Reihen hat, muss ein gutes Turnier gespielt haben. Kevin Assmann (links) und Noah Mohammed Saeg waren das überragende Gespann beim Schinner SV Eintracht.

Beetzendorf. Einmal im Konzert der Großen mitspielen. Beetzendorfer Luft schnuppern und vor mehreren hundert Zuschauern spielen. Das ist der Traum vieler Mannschaften auf Kreisebene.

Unter dem olympischen Motto „Dabeisein ist alles“ treten Jahr für Jahr die amtierenden Hallenkreismeister beim Altmark Masters an und scheiden zumeist frühzeitig aus. Der Schinner SV Eintracht wollte die Geschichte der Außenseiter in diesem Jahr umschreiben. „Wir wollen jedes Spiel gewinnen“, sagte Trainer Lars Reifke bereits im Vorfeld. Der mutigen Ansage folgten Taten: Die Eintracht stürmte auf Rang drei und stellte mit Kevin Assmann den besten Spieler sowie mit Noah Mohammed Saeg einen Rekordtorschützen (neun Treffer).

„Wir haben eine bärenstarke Vorrunde gespielt und konnten im letzten Spiel gegen Möringen sogar die Füße hochlegen, um uns für das Halbfinale zu schonen“, staunte Marc Teichert, der das im Urlaub befindliche Schinner Trainerteam vertrat, nicht schlecht über die Vorstellung seiner Mannschaft. Gänzlich überraschend kam der furiose Auftritt der Eintracht allerdings nicht. Mit Assmann und Tomasz Hampel hatte der ostaltmärkische Kreisoberligist gestandene Spieler im Kader, die bereits mehrfach für andere Vereine beim Masters aufgedribbelt waren. Auch die Qualitäten eines Saeg oder Robin Kroschel in der Halle waren bekannt.

Ein ähnlich starkes Abschneiden hätte der Schinner SV Eintracht bereits im Vorjahr erreichen können, doch damals kam dem Teichert-Team der eng getaktete Terminplan in die Quere. „Letztes Jahr kamen wir hier mit zwei Promille an, weil wir am Vorabend die Hallenkreismeisterschaft gewonnen hatten. Da war nicht viel drin. Dieses Jahr haben wir uns dann natürlich mehr vorgenommen“, blickt Teichert mit einem lachenden Auge auf das Vorrunden-Aus 2017 zurück.

Am Sonnabend fand der Schinner Sturmlauf im Halbfinale gegen den SV Liesten sein Ende, als der Außenseiter knapp mit 2:3 unterlag. Unglücklich, wie Teichert befand: „Wir waren auf keinen Fall die schlechtere Mannschaft. Spielentscheidend war die Zeitstrafe, die für mich zu hart war. Dann müssen wir einen klaren Neunmeter bekommen und im Gegenzug fällt das 1:3.“

Am Ende wich der Frust über das Aus schnell dem Stolz auf das Erreichte. Platz drei nach einem erfolgreichen Neunmeterschießen gegen Tangermünde bescherte dem Kreisoberliga-Zweiten den verdienten Podestplatz und eine kleine Siegprämie.

Von Tobias Haack

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