KOMMENTAR

Alarmstufe Rot bei Lok Stendal

Rückfall in alte Zeiten: Tim Schaarschmidt (l.), Johannes Mahrhold und Sebastian Hey (r.) sind mit Lok Stendal auf dem Boden der Tatsachen gelandet.
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Rückfall in alte Zeiten: Tim Schaarschmidt (l.), Johannes Mahrhold und Sebastian Hey (r.) sind mit Lok Stendal auf dem Boden der Tatsachen gelandet.

Nach Abpfiff sprachen die Gesichtsausdrücke am Sonntag Bände. Der Ludwigsfelder FC feierte seinen 6:1-Sieg im „Hölzchen“. Und der 1. FC Lok Stendal war geschockt. Seitdem herrscht Alarmstufe Rot bei den Eisenbahnern. Ein Kommentar.

Die Art und Weise der Niederlage erinnerte in vielen Teilen an einige Auftritte in der vorherigen Oberliga-Spielzeit. In der Vorsaison hagelte es für den 1. FC Lok Stendal ähnliche schmerzhafte Niederlagen. Traf die Lok-Elf auf spielstarke Gegner, wurde sie in vielen Fällen regelrecht abgeschossen.

Die Gründe: Keine Leidenschaft, kein Mut und keine Möglichkeiten, dem Gegner spielerisch Paroli zu bieten. Letzteres betont Trainer Jörn Schulz immer öfter. Stendal könne die anderen Mannschaften nicht bespielen. Sie kann aber etwas anderes. Und das hatte sie in der Rückrunde der vergangenen Saison gezeigt. Mit Schulz an der Seitenlinie.

Und mit Schulz hat Lok auch vor einigen Monaten den Abstieg vermieden, sich auf den letzten Metern zurückgekämpft. Kämpfen ist das Stichwort. Davon war beim jüngsten 1:6-Debakel gegen den Ludwigsfelder FC nichts zu sehen. Stendal ließ den LFC nach Belieben kombinieren. Das Resultat ist die böse Quittung dafür.

Schulz muss seine Mannschaft nach dem Erlebten neu aufbauen. Und ihr klarmachen, dass sie sich wieder an die Grundtugenden erinnern muss. Es sind die Eigenschaften, die Lok Stendal zum Klassenerhalt verholfen haben. Der Oberligist muss diese Attribute nur bei sich wiederfinden.

Lok Stendal darf ruhig unangenehm sein, mit Herz spielen und sollte sich auf dem Platz nicht alles gefallen lassen. Dass sie es kann, hat sie in der Rückrunde der Vorsaison gezeigt. Das Resultat ist bekannt. Stendal muss wieder Zähne zeigen! Sonst war das 1:6 gegen Ludwigsfelde nur der Anfang. Und weitere technisch gute Mannschaften haben die Eisenbahner ohnehin noch vor der Brust ...

Von Patrick Nowak

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