Fußball: Philipp Homeier erzielt für die B-Jugend des VfB Klötze 36 Treffer

Ein „Abstauber“ holt sich die Torjägerkrone

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Mit 36 Treffern war Philipp Homeier in der abgelaufenen Saison der Fußball-Landesliga der B-Jugend am Torreigen des VfB Klötze beteiligt und wurde Torschützenkönig.

Klötze. Die B-Jugend des VfB Klötze hat im Spieljahr 2017/18 die Staffel 1 in der Fußball-Landesliga dominiert. Mit 157:19-Toren und 58 Punkten sicherten sich die Schützlinge von Trainer Henry Mühl souverän den Titel.

Aufgrund der hohen Torquote ist es auch nicht verwunderlich, dass die Purnitzstädter in der Torjäger-Wertung der Liga die ersten fünf Positionen einnehmen. Justin Lindemann (29 Tore), Julien Schulz (24), Marius Mühl (22) und Lucas Kleinecke (20) trugen sich fast in jedem Saisonspiel in die Torschützenliste ein. Doch das Offensiv-Quartett des VfB wurde noch von einem Spieler übertroffen, dessen Position das Mittelfeld ist – von Philipp Homeier, der es auf 36 Ligatreffer brachte.

Die hohe Torquote der Klötzer war der offensiven Spielweise und der Spielstärke der Mühl-Truppe geschuldet, die kaum einmal ernsthaft in der Landesliga geprüft wurde. „Da ich in der Defensive nur selten gefordert war, konnte ich mich ständig in unser Angriffsspiel einschalten. Wir haben gut kombiniert und uns immer gegenseitig in Szene gesetzt. Meine Tore sind das Produkt einer sehr guten Mannschaftsleistung“, lobte Philipp Homeier, dessen sportliches Vorbild Bayern-Stürmer Robert Lewandowski ist, seine Mitspieler.

„Er ist unser Abstauber“, scherzte Abwehrspieler Jan Hetfleisch, der mit seiner Aussage das gute Klima im Team widerspiegelt. Die Klötzer haben an einem Strang gezogen und da war es stets egal, wer den Ball schließlich in die Maschen gesetzt hat.

Trainer Henry Mühl lobte seinen Mittelfeldspieler. „Philipp ist sehr bescheiden und bringt sich gut für die Mannschaft ein.“ Und er ist alles andere, als ein Abstauber. „Die Vielzahl seiner Tore hat Philipp selbst eingeleitet, oft traf er auch nach feinen Einzelleistungen. Er ist zweikampfstark und vor dem gegnerischen Tor äußerst effektiv“, meinte der Trainer.

Vor seiner Rückkehr zum VfB hatte der 16-Jährige drei Jahre bei Eintracht Salzwedel in der dortigen Talenteliga und nachfolgend in der C-Jugend gespielt. „Er hat sich bei uns sehr gut entwickelt. Philipp spielt mit viel Übersicht, beweist Ruhe am Ball und verfügt über eine gute Technik“, kann auch Marco Trostmann, Trainer der Salzwedeler Talenteliga-Mannschaft, nur Gutes über seinen ehemaligen Schützling berichten.

In der kommenden Spielzeit dürften nach Einschätzung von Trainer Mühl die defensiven Qualitäten von Philipp Homeier deutlich mehr gefragt sein. Denn die Klötzer wechseln in die Landesliga der A-Jugend, wo sie auf bis zu zwei Jahre ältere Gegenspieler treffen werden. „Ich gehe davon aus, dass wir dort mehr gefordert werden. Dann muss Philipp auch mehr nach hinten arbeiten“, so der Coach, der seine Vertretung aufgrund ihres Alters nicht als Titelfavorit sieht. Doch seine Spieler sind alle sehr ehrgeizig, sie haben den Aufstieg in die Verbandsliga im Visier. In der C- und B-Jugend war für die Klötze ein Aufstieg in die höchste Spielklasse des Bundeslandes nie möglich, mussten sie doch nach einem Altersklassenwechsel wieder in der Kreisliga anfangen. Da es eine Kreisliga im A-Jugendbereich nicht gibt, haben die Klötzer nun erstmals die Chance, in die Verbandsliga vorzustoßen. „Wir wollen aufsteigen“, waren sich die VfB-Jungs nach dem 10:0-Sieg im Kreispokalfinale gegen Eintracht Salzwedel II einig.

Derzeit genießen die Klötzer Nachwuchsfußballer ihre verdiente Sommerpause und schauen, trotz des frühen Scheiterns der deutschen Nationalmannschaft, weiterhin die Begegnungen der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland. Auch Philipp Homeier, der von den Leistungen seines sportlichen Vorbildes aus Polen etwas enttäuscht war. Homeiers persönlicher Titelfavorit Frankreich ist nach dem gestrigen 2:0-Erfolg gegen Uruguay noch im Rennen. „Die können es schaffen“, meinte der Torschützenkönig aus Klötze bereits vor dem WM-Start.

Von Renee Sensenschmidt

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