FUSSBALL – LANDESLIGA Warnaus Torsten Meier beendet seine Laufbahn

Abschied mit Herz

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Das Trikot bekommt einen Ehrenplatz. Torsten Meier wurde am Sonnabend von Iris Walther verabschiedet. Nach drei Warnau-Jahren ist für den Stürmer Schluss.

Warnau – Abschiede können traurig sein. Oder rührselig. Manchmal auch kitschig. Oder lustig. Das letzte Spiel für Torsten Meier für den SSV Havelwinkel Warnau hatte von allem etwas.

Verein und Fans dankten dem scheidenden Stürmer, der seine Laufbahn beendet, mit lang anhaltendem Beifall und einem Trikot ganz in Grün.

„Es waren drei sehr schöne und erfolgreiche Jahre.“ Torsten Meister denkt gern an seine Zeit in Warnau zurück. 64 Spiele hat der Rathenower für die Havelwinkler bestritten. Und dabei 44 Tore erzielt. Eine Bilanz, die sich sehen lassen kann.

In seinem Abschiedsspiel ließ Trainer Ralf Franke seinen Goalgetter noch einmal von Beginn an auflaufen. Doch nach 20 Minuten war für ihn die Partie und damit auch sein Fußballer-Leben im Wettkampfmodus vorbei. Beim Versuch, den Ilsenburger Torwart auszuweichen, blieb er an ihm hängen, knickte um und verletzte sich am Sprunggelenk. So hätte sich Meier seinen Abgang natürlich nicht gewünscht. Doch was in Erinnerung bleibt, sind die schönen Momente.

„Das sportliche Highlight war das Pokalspiel gegen den 1. FC Magdeburg“, erzählt der beidfüßige Offensivspieler. Aber auch den Aufstieg in die Landesliga in seiner ersten Saison sowie den Gewinn den Altmarkstrom-Pokals im gleichen Jahr zählt er dazu. Doch auch abseits des Fußballplatzes hat er seine Zeit im 230-Seelen-Dorf genossen.

Das familiäre Umfeld und der Zusammenhalt im Verein haben Meier beeindruckt. Nach 22 Jahren beim BSC Rathenow sei die Zeit in Warnau noch einmal ein Höhepunkt. „Aber jetzt ist Schluss.“ Und das nicht ohne Grund. Eine Knie-Operation hat der Stürmer schon hinter sich, eine weitere steht in Kürze bevor. Auch wenn er mit 31 Jahren durchaus noch in einem guten Fußballeralter ist. Doch er muss auf die Signale seines Körpers hören. Außerdem möchte er seiner Familie mehr Zeit widmen.

Komplett auf den Sport verzichten, das kommt für Torsten Meier allerdings nicht in Frage. Er möchte, sobald es nach der Knie-OP möglich ist, wieder fit werden und seinen Körper in Form halten. Und wird auch sicher ab und an mal wieder auf den Fußballplatz gehen. Zum Zuschauen. Oder auch mal zum Trainieren.

Dem wöchentlichen Wettkampf-Modus möchte er sich nicht wieder aussetzen. Einen „Rücktritt vom Rücktritt“, den sich Vorstandsmitglied Iris Walther bei der offiziellen Verabschiedung wünschte, werde es aber nicht geben. Dem SSV Havelwinkel Warnau bleibt der Rathenower dennoch treu und versprach, sich die eine oder andere Partie anzuschauen. Ganz oben auf der Wunschliste steht dabei der Landespokal. Hier würde sich Meier freuen, wenn erneut der 1. FC Magdeburg zu Gast sein würde. Dann würde es sicher wieder in ihm kribbeln.

VON SABINE LINDENAU

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