FUSSBALL – Kevin Assmann verlässt Schinne als Pokalsieger

Ein Abschied wie gemalt

Standesgemäße Verabschiedung: Kevin Assmann (r.) versüßte sich sein letztes Spiel für den Schinner SV Eintracht mit zwei Toren und dem Pokalsieg.
+
Standesgemäße Verabschiedung: Kevin Assmann (r.) versüßte sich sein letztes Spiel für den Schinner SV Eintracht mit zwei Toren und dem Pokalsieg. 

Schinne – Die Sommerzeit ist im Fußball öfter auch der Zeitpunkt, an dem Trainer oder Spieler ihre Laufbahn beenden oder den Verein wechseln. Mit 31 Jahren ist Kevin Assmann vom Schinner SV Eintracht noch fit genug, um auf dem Platz mitzumischen.

Doch nach vier Jahren in Schinne ist Schluss. Für Assmann geht es Richtung TuS Wahrburg.

Standesgemäßer als mit einem Titel hätte sich der Offensivmann von seiner Mannschaft nicht verabschieden können. Assmann half am vergangenen Sonnabend bei der SpG Schinne II/Uenglingen II gegen den Post SV Stendal II aus. Mit Erfolg. Per Doppelpack beim 5:0 und dem Pokalsieg versüßte sich Assmann das Ende seiner Zeit in Schinne selbst. Im Anschluss an das gewonnene Pokalspiel äußerte sich Assmann gegenüber der Altmark Zeitung zu seinem Bilderbuch-Abschied.

„Das ist natürlich mega für mich persönlich. Es ist mein letztes Spiel gewesen, weil ich nach der Saison wechseln werde. Das macht es umso schöner.“ Nach der Sommerpause steht für Assmann in Wahrburg eine neue Aufgabe an. In einer höheren Spielklasse. „Jetzt werden für mich die Karten neu gemischt“, weiß er. Die Gründe für seinen Wechsel sind unkompliziert. Assmann sucht einfach eine neue Herausforderung. „Ich hab halt einfach noch mal Lust auf die Landesklasse“, sagt er und bezieht sich auf sein Engagement beim SV Viktoria Uenglingen. „Ich meine, ich habe lange genug in der Landesklasse gespielt, habe Lust auf eine neue Aufgabe und Wahrburg ist um die Ecke.“

Die Zeit beim Schinner SV Eintracht verlief für den 31-Jährigen erfolgreich. Assmann und seine Elf gelten als Spezialisten in der Halle und dominierten in den vergangenen Jahren die Hallenkreismeisterschaften der Herren. „Es waren vier schöne Jahre im Verein. Ich wünsche dem Verein weiterhin viel Glück. Man sieht sich vielleicht in der nächsten Saison auf dem Platz noch mal.“

Dass es nun auch draußen auf dem Fußballplatz mit einem Pokalgewinn geklappt hat, freut Assmann sehr. Solch einen eindeutigen Ausgang hatte Schinnes Nummer Sieben aber nicht befürchtet. Schließlich ist in einem Endspiel alles möglich. „Mit einem 5:0 hat keiner gerechnet. Für den Verein ist das eine ganz große Sache. Es ist unser erstes Finale, das wir gewonnen haben.“

Zwei Treffer gelangen Assmann in seinem letzten Auftritt für Schinne. Beim ersten konnte er sich die Torwartecke aussuchen. „Das schwerste Tor war das zweite vielleicht. Der Lupfer. Aber in der Situation denkt man nicht nach. Man hat ein, zwei Sekunden zum Handeln. Ball ist drin – 3:0.“ Und so war Assmanns Abschied mit dem Doppelpack und dem Pokalsieg am Ende quasi wie gemalt. So sah es auch Ole Junghans, Trainer vom Finalgegner Post SV Stendal II: „Mich freut es unglaublich für Kevin Assmann. Er ist einer meiner besten Freunde.“

VON PATRICK NOWAK

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare