Larven loswerden

Darum wimmelt es in Ihrem Biomüll von Maden - und das können Sie dagegen tun

Lebensmittel im Müll locken Fliegen an - die wiederum ihre Eier darin legen.
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Lebensmittel im Müll locken Fliegen an - die wiederum ihre Eier darin legen.

Oft mutiert die Mülltonne im Sommer zur Brutstätte von Maden – aber es muss nicht so weit kommen. Mit diesen Hausmitteln beugen Sie vor und bekämpfen die Plagegeister.

Nicht nur, dass Fliegen in der Mülltonne Nahrung für ihre Larven finden – im Sommer ist es dort auch angenehm warm und feucht. Die perfekten Bedingungen für die Maden, um sich zu vermehren. Wer dann einen Blick in die Tonne wirft, muss erst einmal mit einem rebellierenden Magen kämpfen. Ist der erste Schreck verwunden, können Sie allerdings zu Hausmitteln greifen, um die Maden zu bekämpfen.

Maden in der Mülltonne bekämpfen: Wie hilfreich ist Branntkalk?

Vielerorts wird zu Branntkalk gegen Maden in der Biotonne geraten. Die Larven sollen durch das Mittel austrocknen und absterben. Bei Branntkalk handelt es sich aber auch um ein aggressives Mittel, welches ätzend wirkt – vor allem in Verbindung mit Wasser. Deshalb sollten Sie aus Sicherheitsgründen lieber davon absehen, es für die Bekämpfung von Maden zu verwenden, wie Klaus Storch, Geschäftsführer des Storch Müllbehälter-Reinigungs-Service mit Sitz in Rosenheim empfiehlt.

Mehr erfahren: Putzen: Ein ekliger Fehler verhindert, dass wirklich alles sauber wird.

Maden in der Mülltonne: Salz als wirksames Mittel

Wer bei Maden in der Mülltonne nach Abhilfe sucht, findet laut Storch zumindest eine kurzzeitige Linderung bei Verwendung von Salz. Dabei sollte es am besten in großen Mengen in den Bioabfall gegeben werden, so der Experte. Dabei handle es sich um bei allen bekannten Tipps noch um die umweltbewussteste Variante, den Maden Einhalt zu gebieten.

Auch interessant: Hätten Sie's gewusst? Fast jeder entsorgt Kassenzettel falsch.

Maden in der Mülltonne vorbeugen: Probieren Sie es mit diesen Tipps

  • Mülltonne trocken halten: In feuchten Gefilden fühlen sich Maden besonders wohl – also sollten Sie es in der Mülltonne so trocken wie möglich halten. Dies schaffen Sie, wenn Sie den Boden beispielsweise mit Zeitungspapier auslegen. Dieses saugt Flüssigkeiten auf und verdirbt den Maden den Spaß.
  • rohes Fleisch und Fisch vermeiden: Viele Kommunen und Entsorger gestatten es, dass Fleischreste im Biomüll entsorgt werden. Trotzdem sind Fleisch und Fisch - vor allem in roher Form - geradezu ein Magnet für Fliegen, die dort ihre Eier ablegen, wie Klaus Storch warnt. Stattdessen sollten Sie es in Zeitungspapier wickeln und über den Restmüll entsorgen.
  • Mülldeckel richtig schließen und öffnen: Bei einem fest verschlossenen Deckel, bekommen Fliegen nicht so oft die Gelegenheit ihre Eier im Müll abzulegen. Ein zusätzlicher Dichtungsgummi kann hier helfen. Falls die Madenplage schon vorhanden ist, sollten Sie hingegen den Deckel offen lassen – schließlich flüchten sie vor Sonnenlicht.
  • regelmäßig reinigen: Nach jeder Müllentsorgung sollten Sie die Tonne mit dem Gartenschlauch abspritzen oder mit Essigwasser auswaschen. Anschließend schön an der Luft trocknen lassen.
  • Fleischreste einpacken: Generell freuen sich Fliegen und deren Larven über Lebensmittelreste in der Tonne. Deshalb sollten diese nicht einfach offen darin herumliegen, sondern noch einmal extra verpackt werden.
  • Fliegenfalle aufstellen: Locken Sie die Fliegen einfach mit einer kleinen Falle von der Mülltonne weg. Mischen Sie dazu etwas Spülmittel in eine Schale voll Essig und stellen Sie diese in der Nähe auf. Die Fliegen schwirren dorthin und ertrinken in der Flüssigkeit.
  • Geruchsfalle: Maden können Gerüche wie Essig, Lavendel oder Teebaumöl überhaupt nicht ausstehen. Tropfen Sie ein wenig davon auf ein Tuch und hängen Sie dieses in die Tonne.
  • Oft entleeren: Selbst wenn die Tonne noch nicht voll ist, sollten Sie sie bei jeder Gelegenheit von der Müllabfuhr leeren lassen.

Passend dazu: So vermeiden Sie im Sommer müffelnde Mülltonnen.

Diese Dinge entsorgt fast jeder falsch - gehören Sie auch dazu?

Nicht jedes Glas gehört in den Altglas-Container: Dieser ist nur für Lebensmittel- und Getränkeverpackungen sowie Arzneimittel- oder Kosmetikbehälter gedacht. Zerbrochene Gläser, Kristall-, Fenster- und Spiegelglas müssen Sie in den Restmüll werfen, da sonst das Altglas beim Einschmelzen verunreinigt werden würde.
Landen bei Ihnen die Kassenzettel auch einfach im Papiermüll? Das ist leider falsch. Denn Kassenzettel bestehen aus Thermopapier - und gehören deshalb in den Restmüll.
Backpapier ist nicht gleich Papier - weshalb es auch nicht ins Altpapier gehört. Es ist nämlich speziell beschichtet und kann sich somit nicht in Wasser auflösen. Deshalb muss es in die Restmülltonne.
Sie glauben Briefumschläge gehören ins Altpapier? Auch hier gibt es leider Ausnahmen. Briefumschläge mit Kunststofffenstern haben darin nämlich nichts zu suchen. Nur wenn die Fenster aus Pergamin sind, ist es erlaubt.
Diese Dinge entsorgt fast jeder falsch - gehören Sie auch dazu?

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